- Die Frauen des EV Zug machen den Schweizer Meistertitel mit einem 6:3-Heimsieg gegen den SC Bern perfekt.
- Die Zentralschweizerinnen entscheiden die Playoff-Finalserie gegen die Titelverteidigerinnen mit 3:0 für sich.
- Nach einer herausragenden Qualifikation mit nur zwei Niederlagen ist es die Krönung der Saison.
Nach 21 Jahren in anderen Händen geht der Meisterpokal im Schweizer Eishockey wieder nach Zug. Die EVZ-Frauen nutzten am Mittwochabend in der Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals gegen den SC Bern sogleich ihren ersten Meisterpuck und machten den Gewinn des Titels damit perfekt. Vor zwei Monaten hatten die Zugerinnen bereits den Cupsieg geholt.
Nach einem 7:1-Heimsieg und einem 4:0-Auswärtssieg ging es im dritten Duell gegen die Titelverteidigerinnen aus Bern etwas knapper zu und her. Zumindest gaben sich die Bernerinnen auch nach 0:4-Rückstand nach 27 Minuten nicht vorzeitig geschlagen und kamen noch zweimal auf zwei Tore heran. Das Heimteam brachte den Vorsprung aber mit der nötigen Abgeklärtheit über die Zeit. Rahel Enzler machte mit ihrem Treffer ins leere Tor endgültig den Deckel drauf.
Für das Team von Trainerin Daniela Diaz ist es der erste Meistertitel seit dem Wiedereinstieg ins Frauen-Eishockey vor drei Jahren. Zuvor waren die Zentralschweizerinnen 1998, 1999, 2004 und 2005 Schweizer Meisterinnen geworden.
Zwei ausgeglichene Drittel reichen nicht
Die Bernerinnen, welche die letztjährige Finalserie gegen Zug mit 3:0 für sich entschieden hatten, konnten das Mittel- sowie das Schlussdrittel in Sachen Tore ausgeglichen gestalten (2:2, 1:1). Letztlich wog aber die Hypothek aus dem Startdrittel zu schwer (0:3).
In diesem hatte Ivana Wey zwei ihrer drei Treffer erzielt, dazwischen traf Enzler. Um auf 3:0 zu stellen, benötigten die Zugerinnen nicht einmal 4 Minuten. Kurz vor Spielhälfte sorgte Wey mit ihrem dritten Treffer zum 4:0 für die Vorentscheidung. Die SCB-Frauen müssen sich vorwerfen, aus fünf Powerplays kein Kapital geschlagen zu haben. Selbst zeigte man sich äusserst diszipliniert und musste nur einmal auf die Strafbank – und prompt schlug es hinter Saskia Maurer ein.
Krönung einer dominanten Saison
Dass der Titel nur über Zug führen würde, hatte sich bereits in der Qualifikation abgezeichnet. Zug dominierte die Tabelle mit 20 Punkten Vorsprung auf Bern. Von 28 Spielen gingen nur zwei verloren, eines nach der regulären Spielzeit. Die Zugerinnen erzielten mit Abstand am meisten Tore und kassierten am wenigsten.
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