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Schweizer PWHL-Legionärin Jetzt zählt's: Müller und Boston vor dem Showdown

Alina Müller geht in ihrem 3. Jahr bei den Boston Fleet als Quali-Zweite in die Playoffs.

Alina Müller steht mit den Boston Fleet vor dem Start in die Playoffs. Nach einer starken Qualifikation, die Boston als 2. und punktgleich mit Sieger Montreal abgeschlossen hat, zieht die Schweizer Nati-Spielerin ein positives Fazit: «Wir sind sehr zufrieden. Über die ganze Saison hinweg konnten wir uns stetig verbessern und standen fast immer an der Tabellenspitze.»

Auch persönlich blickt die 28-jährige Aargauerin auf eine solide Vorrunde zurück. Mit 17 Assists gehörte sie zu den besten Vorbereiterinnen der Liga, bleibt aber dennoch selbstkritisch: «Punktemässig wäre noch mehr drin gewesen. Es ist nicht einfach, in dieser Liga Tore zu schiessen. Ich arbeite jeden Tag hart, um dem Team zu helfen.»

Statistik spricht für Gegner

Dadurch, dass sich die Fleet bereits früh einen Playoff-Platz sichern konnten – in der nordamerikanischen Professional Women’s Hockey League (PWHL) qualifizieren sich von 8 Teams die besten 4 für die Halbfinals –, lag der Fokus bei Müller und Co. bereits seit Längerem auf der «coolsten Zeit der Saison».

Dort wartet mit den Ottawa Charge (4.) ein um 18 Punkte schlechter platziertes Team auf das Team um Müller. Das Manko: Von den 4 Saisonduellen hat Boston deren 3 verloren. Alle Begegnungen gingen zudem mindestens in die Verlängerung (1x OT, 3x Penalty). Diese Statistik spricht also für Ottawa – trotzdem bleibt Müller optimistisch: «Wir haben alle Spiele gegen sie dominiert, aber zu wenig Tore erzielt. Wenn wir unser Spiel durchziehen, können sie uns nicht viel anhaben.» Gespielt wird in einem Best-of-Five-Modus.

Müllers 1. Titel mit Boston?

Das Ziel für Müller ist klar: «Wir wollen den Walter Cup nach Boston holen.» Für die Fleet wäre es in der 2023 modulierten höchsten Frauen-Eishockey-Liga Nordamerikas der 1. Titel. Im ersten Jahr scheiterten Müller und Co. erst im Final an den Minnesota Frost, in der vergangenen Saison verpassten sie gar die Playoffs.

In Boston fühlt sich die Olympia-Bronzegewinnerin von Milano Cortina wohl. «Die Stadt lebt den Sport, die Fankultur hier ist unglaublich.» Und auch wenn ihr Vertrag bis 2028 läuft, bleibt die Zukunftsfrage für Müller wegen der bevorstehenden Liga-Vergrösserung offen: «Ich bin gerne hier. Aber man weiss nie, was passiert.»

Radio SRF, Abendbulletin, 29.04.2026, 18:45 Uhr ; 

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