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Am Limit und darüber hinaus Lausanne: Mit Härte (doch noch) zum Erfolg?

Kein anderes Team hat in den Playoffs mehr Strafen gesammelt als Lausanne. Nicht immer war das Vorgehen erfolgreich.

Faustkampf zwischen Antonietti und Geering
Legende: Keine falsche Zurückhaltung Lausanne liess in der Serie gegen die ZSC Lions schon des Öfteren die Fäuste sprechen. Keystone

Das Sprichwort ist altbekannt: Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Bei Sven Andrighetto dauerte der Weg zum Brunnen knapp 5 Playoff-Spiele. In der 55. Minute von Spiel 5 hatten ihn die Waadtländer so weit.

Der Topskorer der ZSC Lions verlor die Nerven, checkte Lausannes Charles Hudon in Bandennähe gegen den Kopf und musste mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig unter die Dusche. Der Angreifer wird den Zürchern damit in Spiel 6 am Freitag im Hallenstadion fehlen.

Video
Andrighetto muss nach hartem Foul unter die Dusche
Aus Sport-Clip vom 22.04.2021.
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In der Wiederholung sieht man, dass Hudon Andrighetto kurz vor dem Check noch mit dem Stock auf die Hände geschlagen hat. Es war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Lausanne fordert höhere Strafe für Andrighetto

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Der Lausanne HC hat gegen den Entscheid im Verfahren gegen Sven Andrighetto Einsprache erhoben. Andrighetto wurde in Spiel 5 der Playoff-Viertelfinal-Serie zwischen Lausanne und den ZSC Lions für einen Check gegen den Kopf von Charles Hudon für ein Spiel gesperrt. Aus Sicht der Waadtländer zu wenig.

Lausanne: Die Strafenkönige der Playoffs

Denn schon in den Spielen zuvor war Andrighetto – selber auch kein Kind von Traurigkeit – immer wieder gezielt angegangen worden. In Spiel 2 attackierte ihn Aurélien Marti mit den Fäusten. Und als trauriger Höhepunkt folgte der Check von Mark Barberio in der Schlussphase von Spiel 4, wofür der Lausanner Captain für 6 Spiele gesperrt wurde.

Lausanne hat in den diesjährigen Playoffs mit Abstand am meisten Strafminuten kassiert – 151 an der Zahl. Auf Platz 2 folgen die Lions mit 94. 33 kleine Strafen, einmal 10 Minuten und 3 Spieldauerdisziplinarstrafen kassierten die Romands bereits. Auf Twitter beschwerten sie sich, dass bei den Sanktionen nicht immer mit gleich langen Ellen gemessen werde.

Vorteil noch immer bei den ZSC Lions

Härte und Provokation als Erfolgsmittel? Lange sah es nicht danach aus, als ob diese Strategie aufgehen würde. Und auch nach der 2:5-Niederlage in Lausanne befinden sich die ZSC Lions mit 3:2 im Vorteil, haben noch immer 2 Matchpucks zum Einzug in die Halbfinals.

Nur eben: Mit Andrighetto haben die Lausanner den besten Akteur der Zürcher aus dem Spiel genommen. Mit 7 Punkten (3 Tore) führt er zusammen mit Rapperswils Jeremy Wick und Genfs Henrik Tömmernes die Playoff-Topskorerwertung an.

Lausannes Gefährlichkeit im Powerplay

Selber können die Waadtländer wieder auf ihren eigenen Quali-Topskorer Denis Malgin zählen, der nach 2 verpassten Partien am Mittwoch sein Comeback gab und prompt das Tor zum 2:2 erzielte.

Man darf nun gespannt sein, wie die ZSC Lions in Spiel 6 auf allfällige Provokationen reagieren werden. Erfolgreich waren sie dann, wenn sie ruhig geblieben sind.

Programm-Hinweis

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Verfolgen Sie Spiel 6 zwischen den ZSC Lions und Lausanne am Freitag ab 19:55 Uhr live auf SRF info.

Und es empfiehlt sich auch nicht, vermehrt Strafen wegen übertriebener Härte in Kauf zu nehmen. Denn noch eine Statistik führen die Lausanner an: Sie sind mit einer Erfolgsquote von 31,25 Prozent das erfolgreichste Team in Überzahl in diesen Playoffs.

SRF info, sportlive, 21.04.2021, 19:45 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Rauch  (Stöfi)
    Da bin ich ganz einer Meinung mit meinen Vorrednern "Raphi1807", "Arcade" und "Mäde". Wenn dann noch der lapidare Kommentar im 4. Match Lugano - Rappi, in der 2. OT dazukommt - nach einem Crosscheck des Luganesi - der Schiri möchte halt das Spiel nicht entscheiden, "lupft es mir jeweils fast den Hut".....
  • Kommentar von Raphael Christen  (Raphi1807)
    Es liegt im Prinzip an den Schiedsrichtern, die Spieler vor dreckigen Fouls mit konsequenten Strafen zu schützen. Leider hat das bisher nicht gut geklappt. Vielleicht würde ein VAR für versteckte Fouls helfen. Aber natürlich wird dann auch alles wieder langatmig und komplizierter.
    1. Antwort von Marcel Keller  (Arcade)
      Da bin ich absolut ihrer Meinung. Würde die Schiris wenigstens nach dem Spiel die Situationen nochmals anschauen und Urteilen können, würden verschiedene Fouls wenigstens noch im Nachgang bestraft werden können.
  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Würden die Schiedsrichter diese dreckigen Aktionen der Lausanner konsequent bestrafen, hätten diese doppelt so viele Strafminuten nehmen müssen. Ich bin enttäuscht von den Schiedsrichtern, dass sie diese Drecklereien nicht konsequent unterbinden. Absurd war z.B. die Strafe wegen hohem Stock, gegen Bodenmann. Da hätten die Zebras sehen müssen, dass er kurz davor 2x in den Nacken gestossen wird und lediglich sein Gleichgewicht halten will. Jeder Lausanner hätte sich in dieser Szene fallen lassen.