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Auftakt in die National League HC Davos: Vorne «hui», hinten «pfui»?

Der HCD hat sich 2019 nach der Ära Arno Del Curto beeindruckend zurückgemeldet. Was liegt diese Saison drin?

HCD-Trainer Christian Wohlwend.
Legende: Will mit seinem Team ganz vorne mitspielen HCD-Trainer Christian Wohlwend. Freshfocus

Der HC Davos glich im November 2018 einem Scherbenhaufen. Kult-Trainer Arno del Curto hatte sein Amt nach 22 Jahren abgelegt. Der HCD schlitterte durch den Rest der Saison – entschied immerhin das Playout-Duell gegen die Rapperswil-Jona Lakers für sich.

Titelanwärter Ende Februar

Seither hat sich Vieles geändert in Davos. Raëto Raffainer wurde neuer Sportchef und Christian Wohlwend zum neuen Trainer. Das Duo hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, das Team neu aufzubauen.

Schon zu Beginn der Saison 19/20 war einer neuer Wind im Landwassertal spürbar. Die Bündner eilten von Sieg zu Sieg, verpassten den Quali-Sieg als Zweite nur knapp und waren Ende Februar Anwärter auf den Titel. Mit den Playoffs wurde es wegen Corona aber bekanntlicherweise nichts.

Übersicht und Schnelligkeit

Was ist dem Rekordmeister nun in der anstehenden Saison zuzutrauen? Mit Perttu Lindgren steht ein Spieler im Kader, der letzte Saison zu seiner alten Stärke zurückgefunden hat. Der Finne zählt zu den besten Spielern der Liga. Er hievt das Davoser Spiel mit seiner Übersicht und Ruhe am Puck auf ein höheres Level. Mit einem Lindgren in Topform sowie den schnellen Aaron Palushaj und Teemu Turunen kann die Bündner Offensive viele Gegner schwindlig spielen.

Perttu Lindgren.
Legende: Führt die Davoser Offensive an Perttu Lindgren. Keystone

Routinier fehlt

Vorne ist der HCD also bestens gerüstet – der Schuh drückt eher in der Verteidigung. 142 Gegentore kassierte Davos letzte Saison und gehörte damit zu den defensiv schwächsten Teams. Zu Saisonbeginn wird nun ausgerechnet Routinier Félicien Du Bois fehlen. Der 36-Jährige hat sich bei Trainingsbeginn Ende Juli an der Achillessehne verletzt und wird für mehrere Monate ausfallen. Mit Magnus Nygren verfügt der HCD zwar über einen soliden Verteidiger, doch in den weiteren Linien mangelt es etwas an Qualität.

Was zeigen die Goalies?

Kommt die noch offene Frage dazu, wie sich Goalie-Neuzugang Robert Mayer präsentieren wird. Er soll den zu Biel abgewanderten Joren van Pottelberghe ersetzen. Mayer ist mit seinen 30 Jahren zwar routiniert, war bei Genf aber immer mal wieder für einen Patzer gut. Immerhin haben die Davoser mit Sandro Aeschlimann einen zweiten guten Goalie, der auch das Zeug zur Nummer 1 hat.

Ein totaler Einbruch nach der Ära Del Curto ist in Davos kein Thema mehr. Vielmehr hat der HCD das Zeug, wieder ganz vorne mitzuspielen. Dafür muss aber die eher schwach einzuschätzende Defensive irgendwie wettgemacht werden.

Video
Schutzkonzepte zwingen Teams zum Umbau
Aus sportpanorama vom 27.09.2020.
abspielen

SRF zwei, powerplay, 1. Oktober 2020, 22:45 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Schmid  (Chregu215)
    Bin im allgemeinen sehr auf die neue Saison gespannt. Und letztes Jahr wurde der EVT Zweiter in der Quali. Der HCD wurde Dritter.
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Die Landwasser Buben werden ein schwierige Saison vor sich haben. Nach der guten Saison wird viel von ihnen erwartet. Werden überschätzt. Das Lindgren sie auf ein höheres Level hievt....bisschen gar viel übertrieben, ist ein sehr guter Spieler aber ein höheres Level mur wegen ihm? Denke dass Davos in wtwa 8 oder 9er der Quali wird, Unruhen wegen der Finanzen auf Grund fehlenden Spengler Cup (leider) könnte sich negativ auf das Team auswirken.