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SCB-Trainer Kogler: «Wir müssen wieder in den Spiegel blicken»
Aus Sport-Clip vom 02.01.2021.
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Berns Talfahrt nimmt kein Ende «Wir müssen ein paar Spieler am Kragen packen»

Das 1:7 in Lausanne war für den SC Bern der nächste Tiefpunkt einer bisher verkorksten Saison. Es herrscht Ratlosigkeit.

«Schlimmer kann es nicht mehr werden», hatten mehrere Protagonisten des SC Bern am Tag vor Silvester nach der 3:4-Niederlage im Derby in Langnau gemeint. Kann es doch. Im ersten Spiel des neuen Jahres setzte es beim 1:7 in Lausanne die höchste Saisonniederlage ab.

Enttäuschte Berner Spieler.
Legende: Lange Gesichter Den Bernern ist die Enttäuschung deutlich anzusehen. Freshfocus

Die «Mutzen» bleiben nach einem weiteren desolaten Auftritt am Tabellenende. Die Partie in Lausanne machte deutlich, warum der Klub in der Krise steckt. Es fehlt nicht am Einsatz, aber man leistet sich dumme Strafen, begeht zu viele Fehler in der Defensive und vor dem Tor regiert die völlige Verunsicherung.

Wir schauen im Training Sachen an, im Spiel machen wir dann aber etwas komplett anderes.
Autor: Vincent PraplanStürmer SC Bern

Der Frust bei den Spielern ist riesig. «Wir reden viel, sagen jeden Tag, dass wir vieles ändern müssen, dass wir anders auftreten müssen. Wir schauen im Training Sachen an, im Spiel machen wir dann aber etwas komplett anderes», sagte ein geknickter Vincent Praplan nach dem Debakel in Lausanne. Dem Stürmer ist die Ratlosigkeit anzumerken: «Wir suchen nach Lösungen, finden aber keine.»

Absenzen kein Grund für die Krise

In Lausanne trat der SC Bern erneut mit einem arg dezimierten Team auf. So musste Trainer Mario Kogler auf nicht weniger als 9 Spieler verzichten. Für Praplan sind aber weder die Absenzen noch die erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie ein Grund für die schwachen Leistungen: «Das ist keine Entschuldigung. Alle Mannschaften haben Spieler, die fehlen. Die Situation ist für alle gleich.»

Wir müssen gewisse Sachen von den Spielern einfordern.
Autor: Mario KoglerTrainer SC Bern

Seit der Entlassung von Coach Don Nachbaur Anfang Dezember bestritt der SCB unter Interims-Chef Kogler 6 Partien. Nach einem Sieg im 1. Spiel setzte es in der Folge 5 Niederlagen in Serie ab. Der 33-jährige Österreicher findet nach der jüngsten Enttäuschung klare Worte: «Wir müssen ein paar Spieler am Kragen packen und gewisse Sachen von ihnen einfordern.»

Die nächste Chance, einen ersten Schritt aus der Krise zu machen, bietet sich den Bernern bereits am Dienstag im Heimspiel gegen Ambri-Piotta.

SRF zwei, sportheute, 02.01.21, 22:25 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Nachtrag: die Befürchtung liegt nahe dass die Gerüchte Mc Sorley oder nicht Mc Sorley, weitere Verunsicherungen schaffen, was gerade jetzt weder Staff noch Mannschaft gebrauchen können. Marc Lüthi sollte ein glasklares Statement abgeben. Insbesondere wenn die Saison auf Teufel komm raus mit Kogler zu Ende gespielt werden soll. Nichts gegen Rolf Bachmann, aber was er zu dem Thema angeblich abgesondert haben soll, würde ich - so es denn überhaupt stimmt - für äusserst ungeschickt halten.... ;-))
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  • Kommentar von Daniel Kohler  (DAKO)
    Beim einst finanzstarken Kantonsrivalen versagen in der Krise all die selbsternannten, teuren Koryphäen komplett. Es bleibt zu hoffen, dass die öffentlich viel zu wenig diskutierte Regelung mit 10 Ausländern für den SCB Rettung bringen möge! Ländliche Grüsse in die Hauptstadt.
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    1. Antwort von Fabio Matter  (FMi)
      Ich hoffe, dass 10 Ausländer keinem Verein die Rettung bringen möge. 10 Ausländer sind einfach zu viel! Kriselnde Vereine sollen von Schweizer Spielern aus der Krise geführt werden.
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    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Diese "10 Ausländer-Regel" würde ich z.Zt. so ziemlich für das Dümmste halten was Liga und Verband beschliessen könnten.... ;-))
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    3. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Lüthi ist ja auch der heisseste Befürworter dieser Regel. In der Not ist dem sterbenden Bären alles recht. Da man in Bern seit Jahren schläft und in den Erfolgsjahren, die man zu 80% Genoni zu verdanken hatte, nichts getan hat, um sich weiterzuentwickeln, ist jetzt der sportliche Abstieg nicht mehr zu verhindern. Bern ist auf allen Ebenen erledigt und wird den selben Weg gehen müssen wie Kloten. Einziger Strohhalm, man kann nicht absteigen, aber vielleicht wäre ein totaler Neuanfang gescheiter.
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  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Der SCB ist ähnlich unterwegs, wie letzte Saison. Die letzten Meister-Titel hat man auch den ausgezeichneten Goalies zu verdanken. Genau so beim HCD. Da niemand absteigen kann, ist für mich jegliche Spannung, jegliches „Kitzeln“ bereits weg. Solche Tatsachen motivieren nicht zusätzlich. Das Ziel Ligaerhalt und Aufstieg sind erloschen. Dem Sport dient dies schlecht bis nicht. Eine Neuformierung kann bis zu 2 Jahre dauern. Auch ein SCB schafft dies nicht von heute auf morgen.
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