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Die Zuteilung der Schiedsrichter in den Playoffs
Aus Eishockey vom 12.04.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 15 Sekunden.
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Bis zu 3 Stunden Analyse Wie die Playoff-Schiedsrichter auserkoren werden

Viele Feedbacks, noch mehr Fragen: So wird bestimmt, welcher Unparteiische welche Playoff-Partie pfeifen darf.

Der Schiedsrichter-Chef des Schweizer Eishockeys, Andreas Fischer, will gar keinen Hehl daraus machen: Die vieldiskutierte Strafe gegen Davos' Jesse Zgraggen, die letztlich Spiel 2 der Halbfinal-Serie zugunsten des EV Zug entschied, war ein Fehlentscheid. «Wir müssen zu Fehlern stehen. Auch wenn wir nicht so viel falsch machen, wie immer kritisiert wird.»

Auf die weiteren Einsätze des Duos Daniel Stricker/Michael Tscherrig, welches die fragliche Szene überhart als Stockschlag taxiert hatte, hat dies indes keinen Einfluss: «Wie jeder Spieler will es auch ein Schiedsrichter im nächsten Spiel besser machen», erklärt Fischer. Dass auf die 3. Halbfinal-Partie hin rotiert wurde, sei der normale Ablauf.

Wer pfeift welches Spiel mit wem?

Wie wird eigentlich bestimmt, welche Schiedsrichter in welchem Playoff-Duell zum Einsatz kommen? Die Auswertung dauert bis zu 3 Stunden. Welche Linienrichter am besten zu welchen Headschiedsrichtern passen, ergibt sich bereits in der Regular Season.

Vor den Playoffs bestimmt das Team um Schiri-Chef Fischer seine Unparteiischen, dann wird zugeteilt – nach einem umfangreichen Fragenkatalog: «Wo liegen die Stärken und Schwächen bei den Schiedsrichtern? Welche Persönlichkeiten hat es in den betreffenden Teams? Wie physisch ist das Eishockey, das dort gespielt wird? Wer sind Schlüsselspieler, welche Akteure waren Problemfälle in der Vergangenheit?» So versuche man, das bestmögliche Quartett für jedes Spiel einzuteilen.

Zudem wird auch bei Trainern und Spielern jeweils der Puls gefühlt. Gerade in der Davoser Viertelfinal-Serie gegen die Lakers hätten Stricker und Tscherrig sehr gute Kritiken erhalten. Ein Urteil, welches HCD-Headcoach Christian Wohlwend in den Halbfinals wohl nicht wiederholen würde ...

Video
Müller trifft – Wohlwend rastet aus
Aus Sport-Clip vom 10.04.2022.
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Radio SRF 1, Abendbulletin, 12.4.22 ,18:45 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    C. Wohlwend soll seine HCD-Spieler so gut werden lassen, dass sie sich nicht mehr mit Fouls helfen und keine Zweier mehr fressen müssen. Bei Dan Hobér, HCD-Trainer 1983-1985 (m.W.), existierte eine Bussenkasse, in welche jeder Spieler, welcher ein Foul machte, einen gewissen Betrag einwerfen musste. Das zeigte Wirkung. In der Meisterschaft 1984/85 waren die HCDler dermassen gut und diszipliniert, dass sie fast keine 2er nehmen mussten. Gewisse Zeitungen sprachen damals sogar von ZSKA Davos.