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Plüss hätte Pospisil nicht aus dem Lineup genommen
Aus Sport-Clip vom 09.04.2022.
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Davos und die Ausländer-Krux Sollte Wohlwend gegen Zug fortan auf Pospisil setzen?

Im Viertelfinal gegen die Lakers war Kristian Pospisil mitentscheidend für die grosse Wende. Trotzdem musste er am Freitag gegen Zug zuschauen.

Nach 4 Siegen de suite wurde die Siegesserie von Davos in den Playoffs am Freitagabend von Zug jäh gestoppt. Der EVZ dominierte Spiel 1 im Halbfinal über weite Strecken nach Belieben. Hinten liess der Quali-Sieger nur sehr wenig zu und vorne liefen die Zentralschweizer so lange an, bis auch der erneut äusserst starke Sandro Aeschlimann im HCD-Gehäuse nichts mehr ausrichten konnte. Das 3:0-Schlussresultat widerspiegelte die Kräfteverhältnisse auf dem Eis ziemlich passend.

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Archiv: Zug lässt Davos zum Halbfinal-Auftakt keine Chance
Aus Sport-Clip vom 08.04.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 4 Sekunden.

Hat sich Wohlwend verpokert?

Davos wirkte – mit Sicherheit auch der kräftezehrenden Viertelfinal-Serie gegen die Lakers geschuldet – oft zu passiv, fast schon lethargisch. Auch mit Fortlauf der Partie fand der Rekordmeister nicht wirklich besser ins Spiel. Leonardo Genoni brauchte keine Big Saves auszupacken, um seinen ersten Shutout in den diesjährigen Playoffs zu feiern.

Da stellt sich die Frage, was der HCD hätte besser machen können. Zu reden gab bereits vor dem Spiel der Entscheid Christian Wohlwends, auf Kristian Pospisil zu verzichten. Der Slowake musste seinen Platz an Magnus Nygren abtreten, der von seiner 3 Spiele andauernden Sperre zurückkehrte. Dass Nygren im Halbfinal-Spiel ein Teil des Ausländer-Quartetts sein würde, war absehbar. Dass jedoch Pospisil derjenige sein würde, der für den schwedischen Verteidiger über die Klippe springen muss, nicht wirklich.

Kristian Pospisil
Legende: War in Spiel 1 in Zug zum Zuschauen verdammt Kristian Pospisil. KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Pospisil am Ursprung der Wende

Denn Pospisil hatte einen wesentlichen Anteil daran, dass der HCD die Halbfinal-Qualifikation gegen Rapperswil-Jona überhaupt erst schaffte:

  • Spiel 5: In der zweiten Verlängerung bringt Pospisil Davos mit seinem Overtime-Winner in der 84. Minute zum 3:2 in der Serie auf 2:3 heran.
  • Spiel 6: Nach einer turbulenten Startphase mit 2 Treffern auf beiden Seiten sorgt der slowakische Stürmer wenige Sekunden vor der ersten Pausensirene für das wichtige 3:2 für den HCD.
  • Spiel 7: Der gefeierte Mann in der «Belle» gegen die Lakers (3:1) ist Doppeltorschütze Simon Knak. Beide Treffer des 20-Jährigen werden von Pospisil vorbereitet.

Pospisil fiel nicht nur seiner Tore und Vorlagen wegen auf, hilfreich war für den HCD vor allem auch die physische Präsenz des 25-Jährigen.

Nächste Chance am Sonntag

Dass Wohlwend zum Auftakt gegen Zug auf diese Attribute verzichtete und stattdessen neben Nygren auf Mathias Bromé, Matej Stransky und Dennis Rasmussen baute, konnte SRF-Experte Martin Plüss nicht vollends nachvollziehen: «Da die Davoser immer auf die gleichen Ausländer setzten, wissen sie gar nicht, was es für Alternativen gäbe», so Plüss.

Interessant wäre auch zu wissen, was im Kopf von Pospisil abgeht, nachdem er zuerst auf dem Eis geliefert hat und dann doch wieder auf die Tribüne versetzt wurde. Wer weiss, vielleicht werden die Karten in Sachen HCD-Ausländer im Hinblick auf Spiel 2 am Sonntag neu gemischt.

SRF zwei, sportlive, 08.04.2022, 19:40 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
    Die Entscheidung, welche von den Ausländern spielen sollen, ist nicht so einfach. Wenn Nygren nicht spielt, fragt sich, ob sonst noch genug fitte Verteidiger vorhanden sind. Bromé und Stransky sind immer für ein Tor gut (Bromé v.a. als Vorbereiter und Stransky als Vollstrecker). Und Rasmussen als Center und als der Bullyspezialist beim HCD ist wohl auch schwer zu ersetzen. Man muss deswegen auch nicht jede Entscheidung von Wohlwend in Frage stellen und womöglich gleich seine Ablösung fordern.
  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Vielleicht würde es helfen, wenn man Wohlwend fristlos entlässt? Meine Grossmutter könnte ebenso gut coachen, kostet den HCD aber nur einen Bruchteil von Wohlwends Gehalt.
    1. Antwort von Stefan Gisler  (GiJaBra)
      Komplett einverstanden Gebauer, Wohlwend hat in den Playoffs viel Mist gebaut, seine Interviews, seine Art wie er Spieler kritisiert, seine Arroganz, dann die überagressive, überharte Art so spielen zu lassen. Er hat das Image des HCD massiv geschädigt und ist eigentlich nicht mehr tragbar. Das beste wöre ein 4:0 für Zug, das würde die Leistung von Wohlwend als Trainer wiederspiegeln.
    2. Antwort von Erich Singer  (Mairegen)
      Die beiden HCD-Basher und Verteufler melden sich mal wieder zu Wort!
    3. Antwort von Christoph Wyss  (Whitee)
      Diese 2 Herren sind nur noch peinlich!
    4. Antwort von Reto Walser  (Retobull)
      ich finde die 2 super! nicht alles allzu ernst nehmen..... :-)
  • Kommentar von Marco Meier  (ma.meier)
    Schwierige Entscheidung, wer pausieren soll. Stransky, Bromé und Nygren sowieso nicht und dann bleiben noch 2…