Zum Inhalt springen

Header

Video
Tomlinson: «Sie versuchen, Tränen in meine Augen zu bringen»
Aus Sport-Clip vom 01.05.2021.
abspielen
Inhalt

Emotionaler Abschied vom Coach Tomlinson: «Unglaublich, was diese Familie erreicht hat»

Rapperswil-Jona verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus den Playoffs. Trainer Jeff Tomlinson erlebte grosse Emotionen.

Vor dem Stadion in Rapperswil zündeten die Lakers-Fans ein Feuerwerk. Die Anhänger liessen ihre Helden noch einmal hoch leben. Mit dem Einzug in die Playoff-Halbfinals haben die Rapperswil-Jona Lakers, als Zehnte der Qualifikation notabene, ein kleines Eishockey-Märchen geschrieben.

Ende einer Ära

Am Samstagabend ging es mit einem 3:6 gegen den Titelfavoriten Zug zu Ende. Zu Ende geht damit auch eine Ära. Nach 6 Jahren, in denen er die St. Galler zurück in die National League, zu einem Cupsieg und nun in die Halbfinals geführt hat, wird der Vertrag von Trainer Jeff Tomlinson nicht mehr erneuert. Der Deutsch-Kanadier wurde nochmals so richtig gefeiert, von den Fans und den eigenen Spielern. Das geht nicht spurlos am 51-Jährigen vorbei.

Video
Zug beendet das Lakers-Märchen
Aus Sport-Clip vom 01.05.2021.
abspielen
Ich bin zu hundert Prozent so stolz wie ein Vater auf seine Kinder. Ich behandle sie auch wie meine eigenen Kinder. Manchmal muss man hart mit ihnen sein, aber ich liebe sie trotzdem.
Autor: Jeff TomlinsonTrainer Rapperswil-Jona Lakers

Mit feuchten Augen gibt er zu, dass er nach dem 3:6 ins leere Tor die letzten knapp 2 Minuten kaum noch aufs Spiel geachtet habe. «Das Coaching hat aufgehört, mir gingen all die schönen Gedanken an die letzten 6 Jahre durch den Kopf», erzählt er. «Ich schaute Spieler an und dachte: ‹Wow, ist das ein feiner Junge geworden›. Sie haben sich entwickelt, nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich.»

Tomlinson ging noch einen Schritt weiter: «Ich bin zu hundert Prozent so stolz wie ein Vater auf seine Kinder. Ich behandle sie auch wie meine eigenen Kinder. Manchmal muss man hart mit ihnen sein, aber ich liebe sie trotzdem.»

Ich konnte nicht immer für die Mannschaft da sein, aber sie war immer für mich da.
Autor: Jeff TomlinsonTrainer Rapperswil-Jona Lakers

Und deshalb sagt er auch: «Es ist unglaublich, was diese Familie in diesem Jahr erreicht hat. Ich bin sehr stolz darauf.» Er erinnert auch daran, dass es wegen einer Erb-Krankheit – Tomlinson musste sich 2019 eine Niere seines Bruders transplantieren lassen – nicht immer einfach war. «Ich konnte nicht immer für die Mannschaft da sein, aber sie war immer für mich da.»

Seine Arbeit bei den Lakers soll der Schwede Stefan Hedlund weiterführen. «Ich werde die Entwicklung der Spieler und der Mannschaft auch von ausserhalb weiterverfolgen», verspricht Tomlinson.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
    Ich denke, Jeff Tomlinson wird, wenn ihn die Gesundheit nicht im Stich lässt, bald wieder einen Trainerjob finden, wenn nicht in der Schweiz, dann halt in Deutschland. Es wäre jedoch schon interessant zu beobachten, wie er sich als Trainer einer Schweizer Mannschaft (Klubmannschaft oder Nati) machen würde, die grundsätzlich mit grösseren Ambitionen ans Werk geht, als es bei den Rapperswil-Jona Lakers normalerweise der Fall ist.
    1. Antwort von Philipp Spuhler  (PSp)
      Jeff Tomlinson hat ein sehr emotionales Jahr hinter sich, erst das wohl grösste Geschenk seines Lebens, als er die Niere seines Bruders bekam und zuletzt die super Saison mit Reppi. Herzliche Gratulation, alles Gute.
  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    Gratuliere Rapoerswil-Jona Lakers Spieler und Team. Dass Herr Tomlinson gehen muss ist traurig und unfair.Er hat vieles richtig gemacht. Wish you all the best Mr. Tomlinson and that you will find a new Job in Switzerland
    Allen Spieler wünsche ich schöne Ferien und gute Erholung. Ihr habt sehr gut gespielt und fast hättet ihr Zug rausgespielt. Janu Genf wird Meister. Zug hat es nicht drauf. 2022 wird Davos wieder Meister werden wollen.
    1. Antwort von elija flühler  (nahfam)
      Naja, Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall...

      Darum HOPP ZUG - für blau und wiis!
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Man fragt si h nur, warum man einen solcher Super Trainer und Mensch ziehen lässt Lakers?