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Weber: «Hatte den Willen, den Traum zu leben»
Aus Sport-Clip vom 20.09.2021.
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Mit harter Arbeit durchgesetzt NHL-Rückkehrer Weber: «Man muss kein Roman Josi sein»

Nach über 500 NHL-Spielen ist Yannick Weber zurück in der National League. Er blickt mit Stolz zurück.

Nach 13 Saisons in der NHL hat Yannick Weber seine Zelte in Nordamerika abgebrochen und für 3 Jahre bei den Lions unterschrieben. Es ist ein Wechsel mit vielen Gewinnern. Dazu gehört vor allem der ZSC, der seinem Kader nach Sven Andrighetto und Denis Malgin einen weiteren Schweizer Hochkaräter hinzufügen konnte. Aber auch die National League, die in diesem Jahr dank besonders vielen NHL-Rückkehrern eine Attraktivitätssteigerung erfuhr.

Und Weber selbst? Zunächst haderte der gebürtige Waadtländer ein wenig: «Mein Ziel war immer, meine Karriere in der NHL zu beenden.» Er habe sich erst mit dem Ende seiner Laufbahn in der besten Eishockey-Liga der Welt abfinden müssen, dann setzte die Vorfreude auf die Rückkehr in die Schweiz ein. Immerhin blieb ihm für diesen Prozess genügend Zeit. «Es hat sich in den letzten Jahren abgezeichnet», erzählt der bald 33-Jährige. Gerade das letzte Jahr bei Pittsburgh mit nur 2 NHL-Einsätzen sei schwierig gewesen.

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NHL-Rückkehrer machen National League attraktiv
Aus sportpanorama vom 19.09.2021.
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NHL-Scout Thomas Roost kann die Rückkehr von Weber und den anderen Schweizern verstehen: «Aus Schweizer Sicht ist die National League sehr attraktiv. Mit Ausnahme einiger KHL-Teams zahlt die National League nach der NHL am besten.» Neben dem finanziellen Anreiz zähle freilich, dass Weber und Co. in der Schweiz Schlüsselspieler ihrer Teams sein werden.

Die Rückkehrer aus der NHL wollten eine Rolle mit mehr Verantwortung.
Autor: Patrick Fischer

Dass gleich 5 Schweizer Nationalspieler künftig ihre Brötchen in der Heimat verdienen, stösst bei Headcoach Patrick Fischer auf Verständnis. «Die Rückkehrer wollten eine Rolle mit mehr Verantwortung.» Sich in der NHL zu etablieren, sei schwierig. Dies kenne man nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Tschechien oder Schweden, so Fischer: «Man braucht auch das notwendige Glück.» Er hofft ausserdem auf noch regeren Wechsel «seiner» Spieler nach Nordamerika. «Über 20 Schweizer in der NHL» schweben ihm vor. Von deren Erfahrungen könnten letztlich alle profitieren.

Ich war nie ein Erstrunden-Draft, hatte nie den Ruf eines Superstars.
Autor: Yannick Weber

Bei den ZSC Lions profitiert man jetzt schon von Weber. Der kräftige Verteidiger erhielt in den ersten 5 Spielen im Schnitt fast 25 Minuten Eiszeit. Und auch sein Arbeitsethos ist für die Limmatstädter fraglos eine Bereicherung. Dank seinem «Willen, den Traum zu leben», sei er zu 541 NHL-Partien gekommen, zur Teilnahme am Stanley-Cup-Final 2016/17 mit Nashville. «Ich war nie ein Erstrunden-Draft, hatte nie den Ruf eines Superstars», erzählt Weber.

Besonders stolz macht ihn, dass er sich seine lange NHL-Laufbahn regelrecht erarbeitet hat. Er habe nicht die Veranlagung eines Roman Josi mitgebracht. Das sei auch nicht nötig gewesen: «Mit harter Arbeit kann man auch so eine lange Karriere in der NHL schaffen.» Damit will er die Lions zum Meistertitel führen. Weber würde sich und sein Team so auf einer weiteren Ebene zum Gewinner machen.

SRF zwei, sportpanorama, 19.9.21, 19 Uhr;

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