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Nach 3. Break im 3. Spiel Sprunger hofft aufs Happy End, Wallmark erfährt Gnade

Die Finalserie geizt weiterhin nicht mit Geschichten, umstrittenen Entscheidungen und immenser Spannung.

Am Ende musste es natürlich Klublegende Julien Sprunger sein. Der 40-Jährige, seit Wochen auf Abschiedstournee, versorgte die Scheibe aus spitzem Winkel im Netz. Und sorgte dafür, dass die Hoffnungen auf Freiburgs ersten Meistertitel neuen Schub erhielten. Am Freitag könnten die «Drachen» in der Finalserie gegen Davos zu Hause auf 3:1 stellen.

Noch zwei Siege fehlen dem Gottéron-Urgestein zum perfekten Ende einer einzigartigen Karriere. Einer Laufbahn, die seit nunmehr über 20 Jahre andauert und in welcher die Identifikationsfigur stets das Freiburger Dress trug.

Sprungers 17 Jahre jüngerer Teamkollege Attilio Biasca schwärmte: «Es ist unglaublich! Megacool, dass das Tor von Sprunger kommt, er ist so ein Leader.» Über die bisherigen Duelle, von aussen gesehen durchaus von vielen Fehlern geprägt, meinte Biasca: «Es ist supergeiles Hockey, es kommt auf die Details an.»

Wallmark: Genie und Wahnsinn – doch keine Sperre

Zu diesen Details zählten auch zwei Aktionen von Lucas Wallmark, in dessen Person sich am selben Abend Genie und Wahnsinn manifestierten. Zunächst rettete er die Freiburger mit seinem herrlichen Tor zum 2:2 (er hob die Scheibe backhand in den Netzhimmel) in die Verlängerung. Dort liess er sich dazu hinreissen, seinen Stock beidhändig in Filip Zadinas Kniekehle zu rammen.

Eishockeyspieler in Aktion vor dem Tor.
Legende: Szene des Anstosses Lucas Wallmarks Stockschlag in Filip Zadinas Kniekehle. Freshfocus/Nico Ilic

Wallmark kam ohne Strafe davon, eine nachträgliche Sperre schien denkbar. Doch am Donnerstagmorgen entschied die Disziplinarkommission der National League: Der Schwede erhält eine nachträgliche Spieldauerdisziplinarstrafe und eine Busse in Höhe von 1700 Franken – nicht aber eine Spielsperre. Dies wird wie folgt begründet:

«Allerdings erfolgt die Aktion nicht abseits des Spielgeschehens, sondern vor dem Tor, bei einer Torchance von Davos. Auch wenn ein solcher Schlag offensichtlich sehr schmerzhaft ist, ist sein Gefährdungspotential nicht überaus hoch.»

Ich habe es nicht gesehen und will nicht darüber reden.
Autor: Simon Knak über Lucas Wallmarks Foul an Filip Zadina

Die HCD-Spieler wollten sich zu dieser Szene nicht äussern. Lukas Frick übte sich in Fatalismus: «Klar ist es frustrierend, aber man kann es ja nicht ändern. Sie sollen es morgen analysieren, dann sehen sie es künftig vielleicht besser. Es ist, wie es ist.» Simon Knak ergänzte knapp: «Ich habe es nicht gesehen und will nicht darüber reden.»

Wir haben herausgefunden, dass wir Meister werden, wenn wir alle vier Auswärtspartien gewinnen.
Autor: Roger Rönnberg Freiburgs Trainer kennt die Meisterformel

Mit dem 3. Auswärtssieg im 3. Finalduell fiel die «Festung Davos» erneut. Gegen die Bündner, die in der gesamten Regular Season nur drei, in den Playoffs vor der Finalserie kein Heimspiel verloren hatten, feierte Gottéron bereits den zweiten Auswärtssieg. Trainer Roger Rönnberg schmunzelte anschliessend in der Mixed Zone: «Wir haben herausgefunden, dass wir Meister werden, wenn wir alle vier Auswärtspartien gewinnen.»

Vor Spiel 4 am Freitag gibt es etliche Fragezeichen: Schreibt Sprunger weiter an seinem Märchen? Welches Gesicht zeigt Wallmark? Wird Zadina rechtzeitig fit? So oder so peilen die Saanestädter das «Break» zu Hause an. Denn auch das ist eine der besonderen Geschichten dieses Duells: Erstmals seit 25 Jahren gingen die ersten 3 Final-Partien jeweils ans Auswärtsteam.

National League

SRF zwei, Sportflash, 23.04.2026, 00:25 Uhr ; 

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