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National-League-Klubs streben Financial Fairplay an
Aus sportpanorama vom 22.11.2020.
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NL-Klubs suchen nach Lösungen Geringere Gesamtlohnsumme und mehr Ausländer?

Im Eishockey wird derzeit über eine Lohnobergrenze diskutiert. Die Gesprächsbereitschaft ist da.

Mit den A-fonds-perdu-Beiträgen für professionelle und halbprofessionelle Klubs will der Bundesrat dafür sorgen, dass in der Corona-Krise die Sportstrukturen nicht untergehen. Diese finanzielle Unterstützung liess viele Teams in der Schweiz aufatmen.

Die Beiträge sind aber an verschiedene Bedingungen geknüpft. Eine davon: Löhne von über 148'000 Franken müssen um 20 Prozent gekürzt werden. Für die Klubs eine komplizierte Ausgangssituation, denn ein solches Vorgehen verstösst eigentlich gegen das Arbeitsrecht. Deshalb werden derzeit diverse Alternativ-Szenarien diskutiert.

  • Reduktion der Gesamtlohnsumme: Anstatt die Spitzensaläre um 20 Prozent zu kürzen, würden es diverse Klubs begrüssen, wenn die Gesamtlohnsumme um einen Fünftel reduziert würde. Das würde ihnen in Sachen Strategie mehr unternehmerische Freiheiten lassen. So könnte ein Klub beispielsweise ein breites Kader an jungen, noch günstigen Talenten aufbauen, sich dazu aber teure Ausländer leisten, an deren Lohn er nicht schrauben muss.
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Wäre eine Reduktion der Gesamtlohnsumme besser, Herr Zahner?
Aus Sport-Clip vom 23.11.2020.
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  • Mehr ausländische Spieler zulassen: Eine weitere Idee ist es, mehrere Ausländer verpflichten zu dürfen und dann auch spielen zu lassen. Wenn Vereine nicht nur Top-Spieler, sondern auch «Durchschnittsspieler» im Ausland holen könnten, wäre der Markt grösser. Das Angebot würde damit bei gleichbleibender Nachfrage steigen. Das wiederum würde zu tieferen Löhnen führen. National-League-CEO Denis Vaucher hat diesen Vorschlag geäussert, eine solche Änderung wäre aber frühestens auf die Saison 2022/23 hin möglich.

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Vaucher über eine mögliche Aufstockung der Ausländer
Aus Sport-Clip vom 23.11.2020.
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Das Positive an dieser Krise? Die National-League-Klubs ziehen alle an einem Strick. So laufen derzeit Gespräche über ein mögliches «Financial Fairplay», sprich eine Lohnobergrenze. Diese dürfte ein Klub zwar überschreiten, müsste aber eine Zahlungsleistung prozentual zum überschrittenen Betrag leisten.

Ein Miteinander in Sachen Transfers

Waren vor 6 Monaten noch nicht alle Klubs gesprächsbereit, so hat sich die Situation in der Zwischenzeit geändert. Auch bezüglich Transfers herrscht Konsens. So sagt ZSC-CEO Peter Zahner: «Wir haben einen Transferstopp vereinbart. Lohn- und Vertragsgespräche dürfen zwar geführt werden, aber nur mit den eigenen Spielern.»

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Rosenberg  (Amadeus)
    Es ist interessant, dass ausgerechnet im erzkapitalistischen Nordamerika eine Lohnplafonierung zugunsten einer ausgeglichenen Liga möglich ist, der Sport in Europa sich damit aber extrem schwer tut. Siehe auch Formel 1, die grossen europäischen Fussballligen usw. Eine ausgeglichene Liga würde ungleich attraktiver werden. Mit einer Erhöhung des Ausländerkontingent bin ich allerdings überhaupt nicht einverstanden. Dies würde die exzellente und aufwendige Nachwuchsarbeit der Clubs torpedieren.
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    1. Antwort von Mathias Wyss  (Bergbauer80)
      Das hätte ich nicht besser ausführen können. Danke.
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    2. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      In der F1 kommt wenigstens zaghaft die Budget-Obergrenze. Das ist schon mal ein Anfang. Im Europ. Fussball verhindern die kapitalkräftigen Grossclubs (Bayern, Juve, Real etc.) Caps und Obergrenzen, in dem sie mit der Gründung einer eigenen "Superliga" drohen. Leider hätten UEFA, FIFA und Nat. Verbände in dem Fall nicht die "Eier" die besagten Clubs und Spieler für alle anderen Bewerbe (Meisterschaft, WM, EM usw.) dauerhaft zu sperren..... ;-))
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  • Kommentar von dan beyeler  (khun_dan)
    etwas viel bla bla der CEO‘s. vor 6 monaten waren die meisten gegen den „ salary cap“ und jetzt lassen wir uns mal überraschen was dann wirklich umgesetzt wird. transferstopp? und heute wird vermeldet, dass pestoni zurück nach ambri geht... mehr ausländer? das ist hafechäs, setzt eure junioren ein! umsomehr, da eine der bedingungen der bundeshilfe den nachwuchs betrifft.
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  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Ich bin schokiert von solchen Lohnsummen. Ein normaler Arbeiter verdient nicht einmal die Hälfte!
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    1. Antwort von Benedikt Rosenberg  (Amadeus)
      Hört doch auf mit diesem Hafenchäs. Ein normaler Arbeiter hat sich auch nicht mit Fleiss und Aufopferung vom Mittelmass an die Spitze gearbeitet, seine ganze Jugend diesem Ziel unterstellt Da ist auch jetzt nichts mit einem Feierabendbier nach einem 8 Std. Tag. Bringt ein Spitzensportler seine Leistung nicht mehr, ist er schnell weg vom Fenster. Es sind vermutlich aber genau die, die z.B. nach einem Silbermedaillen Gewinn der Nati sich im Namen dieser Sportler brüsten.
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    2. Antwort von Silvia Wimmer  (silvia wimmer)
      @Rosenberg.
      Bei einem Triathleten kann allenfalls knapp von einem 8 Std.Tag gesprochen werden. Für Fussball-, Tennis- oder Eishockeyspieler ist das aber "Hafechäs" (falls Sie erlauben, dies mit Ihrem eigenen Wortschatz zu umschreiben).
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    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @Silvia Wimmer - die kriegen das Geld nicht weil sie gegen einen Ball treten oder eine Hartgummi-Scheibe schlagen, sondern weil sie in aller Öffentlichkeit, durch die Medien und auf sog. sozialen Plattformen - teils auf tiefstem Niveau - zerrissen und zusammengestaucht werden wenn sie mal verlieren. Teils inkl. Drohungen gegen ihre Familien. Die "absurden Summen" garnieren auch im Sport - selbst im Fussball - nur sehr wenige... ;-))
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