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Leuenberger über starke Genfer und Verletzungssorgen
Aus Sport-Clip vom 29.04.2021.
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Out im Halbfinal gegen Genf Nächste Enttäuschung für die Lions – dieses Mal mit Ankündigung

Die ZSC Lions sind in den Playoff-Halbfinals hochkant gescheitert. Gänzlich unerwartet kam das Out aber nicht.

Vor einem Jahr traf das Out die ZSC Lions relativ unerwartet. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Saison vor den Playoffs abgebrochen. Der Quali-Sieger aus Zürich wurde so der Chance beraubt, sich für das Verpassen der Playoffs (als amtierender Meister!) im Jahr zuvor zu rehabilitieren.

Nun ging am Donnerstag auch die Spielzeit 2020/21 des ZSC mit einer Enttäuschung zu Ende. In den Halbfinals blieb die Mannschaft von Rikard Grönborg ziemlich sang- und klanglos an einem soliden Genf-Servette hängen. Alle 3 Spiele verloren, nur 3 Tore geschossen.

Baltisberger machte den Anfang

Gänzlich unerwartet kam das Out der Lions indes nicht. Sie taten sich in der Quali nach dem Jahreswechsel bereits schwer und konnten kaum einmal zwei Spiele in Serie gewinnen.

Neuer Assistent für Grönborg

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Der 53-jährige Schwede Peter Popovic wird ab kommender Saison neuer Assistenztrainer der ZSC Lions. Er ersetzt mit einem Einjahresvertrag Tommy Samuelsson, der Headcoach beim schwedischen Traditionsklub HV71 wird.

Zudem mussten diverse Schlüsselspieler ihre Saison aufgrund von Verletzungen frühzeitig beenden. Anfang Jahr traf es Powerstürmer Chris Baltisberger, kurz darauf Powerplay-Scharfschütze Fredrik Pettersson. Im März und April kamen mit Johann Morant, Marco Pedretti und Marcus Krüger weitere physisch starke Akteure dazu.

Kein einziger Treffer bei 5 gegen 5

Die fehlende Physis in der Offensive war in den Halbfinals gegen Genf offensichtlich. Davon zeugt auch die Tatsache, dass der ZSC in 3 Spielen bei 5 gegen 5 kein einziges Tor zustande brachte. Zwei Goals wurden in Überzahl erzielt, der Ehrentreffer am Donnerstag fiel bei 4 gegen 4 – erzielt von einem Verteidiger (Dario Trutmann).

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ZSC bleibt an Servette hängen
Aus Sport-Clip vom 29.04.2021.
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Zudem kamen offensive Schlüsselspieler gegen Genf überhaupt nicht zur Geltung. Bestes Beispiel: Sven Andrighetto. Hatte der Gelb-Helm gegen Lausanne noch gross aufgespielt, war von ihm gegen Servette nicht mehr viel zu sehen.

Was passiert mit Wick?

So müssen die Lions eine weitere Enttäuschung verarbeiten und mindestens ein Jahr auf den 10. Titel der Klubgeschichte warten. Das sagten die Protagonisten zum Playoff-Out:

  • Patrick Geering (Captain): «Es ist eine Leere da. Wir konnten Genf unser Spiel nicht aufzwingen.»
  • Rikard Grönborg (Trainer): «Uns fehlten immer wieder Schlüsselspieler. Das hat man vor allem in den Special-Teams gemerkt. Leider waren wir nicht gut genug, um den nächsten Schritt zu machen.»
  • Sven Leuenberger (Sportchef): «Unser Powerplay war zu wenig gut. Zudem haben zuletzt vier von unseren physisch stärksten Spieler gefehlt. Aber wir müssen auch den Hut ziehen: Genf war einfach besser.»
  • Roman Wick (zu seinem möglichen Karriereende): «Ich weiss es noch nicht. Ich brauche etwas Abstand und muss alles zuerst sacken lassen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Saison schon zu Ende geht.»

SRF zwei, sportlive, 30.4.21, 19:45 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Einige verletzte Schlüsselspieler hatte der „Z“, okay. Hatten andere auch. Servette war besser und wird noch immer unterschätzt. Und wenn in der „Tiefe“ des Nachwuchs keine Qualität zu finden ist (Aussage SL), dann sollte einiges hinterfragt werden, denn unter 1300 Junioren ist GARANTIERT Talent und Qualität zu finden. Ging ja in anderen Saisons auch. Oder sind die auch noch alle verletzt? Die Lions hätten auch ohne Verletzungspech verloren. Die Genfer sind stärker denn je und hungrig.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Servette ist gut und wird wohl Meister. Die Lions hätten sicher auch mit Vollbestand arg zu kämpfen gehabt. Aber Krüger, Baltisberger und Pettersson sind halt schon genau die Spielertypen, die gefehlt haben.
  • Kommentar von André Schneider  (André Schneider)
    jetzt muss nur noch ZUG entgleisen und Lakers den Titel das wäre dann das Wunder vom Obersee !
  • Kommentar von Konrad Wohnlich  (k.wohnlich)
    Spitzen-Eishockey ist für diejenigen, die das Sagen haben, längst zur puren Unterhaltung und zur Demonstration von Macht und Einfluss geworden. Ranglisten sind zweitrangig, sonst könnten sich Leute wie Zahner und Leuenberger nicht mehr halten.
    Der Blick auf die NHL könnte wohl schon bald die Situation in der Schweiz und anderswo zeigen: Keine Absteiger und Aufsteiger mehr, eine geschlossene Liga mit Zehntausenden von zahlenden Fans, die mit Show und Illusionen bei Laune gehalten werden.
    1. Antwort von Reini Styger  (stygersson)
      Ich bin überzeugt, dass weder Zahner und Leuenberger eine geschlossene Liga ohne Auf- und Absteiger haben wollen, 7 Ausländer schon gar nicht, deren 5 wären die Maxime und gestraffte Juniorenligen von 17 - 20, so dass das Niveau besser wird. Ferner Partnerclubs wie GCZ Lione, Zug Academy und Ticino Rockets. Wo liegt das Übel? Denis Vaucher und der ganze SHV, die nichts begriffen haben... Schauen Sie einmal, wie das in Schweden gemacht wird. Wer ist erfolgreicher dami?