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Rücktritt von Arno Del Curto Das Ende einer einzigartigen Ära

Arno Del Curto hat den HC Davos und das Schweizer Eishockey geprägt wie kaum ein anderer. Ein Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte.

Die Spielerkarriere von Arno Del Curto dauerte nicht lange. Während seiner Zeit beim ZSC in der Nationalliga B wurde der damals 21-Jährige von einer schweren Verletzung gestoppt. Der Fussgelenkbruch bedeutete das frühe Karriereende.

1992: Erster grosser Erfolg mit dem ZSC

Die Erfolge, die ihm als Spieler verwehrt blieben, holte er in den kommenden über 40 Jahren als Trainer nach. Nach mehreren Engagements in Amateurligen gelangte er über B-Ligist Herisau 1991 zu seinem früheren Klub ZSC. Bei den Zürchern feierte er gleich in seiner 1. Saison seinen bis dahin grössten Erfolg. Im Playoff-Viertelfinal bezwang der ZSC unter Del Curto das damals übermächtige Lugano.

1996: Start einer Ära

1994 endete Del Curtos Zeit in Zürich. Er trainierte daraufhin den EHC Bülach, den HC Luzern sowie die Schweizer U20-Nati, ehe er 1996 einen Vertrag beim HC Davos unterschrieb. Bei den Bündnern sollte er in der Folge während über 22 Jahren die Geschicke leiten und den Klub sowie das ganze Schweizer Eishockey massgeblich prägen.

Bis zu seinem Rücktritt am 27. November 2018 feierte Del Curto mit dem HCD eine einzigartige Erfolgsgeschichte:

  • 6 Mal holte Del Curto mit den Davosern den Schweizer Meistertitel (2002, 2005, 2007, 2009, 2011, 2015).
  • 5 Mal feierte er mit dem HCD den Titel am Spengler Cup (2000, 2001, 2004, 2006, 2011).
  • In der Saison 2015/16 führte der Engadiner Davos bis in den Halbfinal der Champions Hockey League.

2018: Die Krise

In der laufenden Saison geriet der HC Davos schon früh in Rücklage. Mit nur 20 Punkten aus 21 Spielen steckt der Rekordmeister in seiner schwersten sportlichen Krise seit den 1980er-Jahren. Obwohl zuletzt eine leichte Aufwärtstendenz zu erkennen war, zog Del Curto nun einen Schlussstrich.

Arno war weit mehr als nur ein Erfolgstrainer.
Autor: Medienmitteilung des HC Davos

In Davos bleiben nach Del Curtos Rücktritt aber nicht die letzten schwierigen Wochen haften, sondern das Gesamtwerk des 62-Jährigen. «Arno war […] weit mehr als nur ein Erfolgstrainer. Einzigartig die leidenschaftliche Art, mit der er seine Spieler formte. Und mit einem ausgeprägten, offensiven Tempospiel hat er nicht nur die HCD-Fans, sondern sämtliche Anhänger von attraktivem, spektakulärem Eishockey während vieler Jahre begeistert.»

Legende: Video «To the referee nicht mehr f... you sagen» abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 27.11.2018.

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 24.11.18, 22:00 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Claude Carroz (Jecmen)
    Hey sorry. Wenn mer scho mit enere sonere Legände alles uflistet, fählt mer sin ganzi Anfang als Trainer em Oberwynetal. Be de Rinacher redet mer höt no vo de Legänäre Ufstigspeli met i glaube 1200 Zueschauer gäg Aarau. Ii alti Sack war damals 12i. Am Uswärtsspel hani eini a Bagge becho wel mer to händ we ... Also Arno chom zrog zo dine Worzle. Mer bruche zwar ke neue Trainer mer händ jo scho 3 Pönkt. :-) Aber mer würde is doch freue :-) aber mer händ scho ea ämtli
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  • Kommentar von Oliver Kornfeind (Tschiggislav)
    Ein Mann voller Bescheidenheit, Ehrlich und autentisch ! Definitv vom Aussterben bedroht solche Mitmenschen...danke Arno ! Alles Gute !
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  • Kommentar von Ernst Weber (AschiWeber)
    Ja, genau so! Ich ziehe den Hut tief von solchen Persönlichkeiten. Danke Arno!
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