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Blum gibt die Hoffnung nicht auf
Aus Sport-Clip vom 12.04.2022.
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Vertrag beim SCB ausgelaufen Blum: «Für mich fühlt es sich noch nicht fertig an»

Der Traum von der Rückkehr aufs Eis lebt bei Eric Blum auch mehr als ein Jahr nach seiner erlittenen Hirnerschütterung noch.

Fast genau 14 Monate ist es her, seit Eric Blum durch einen Check von Fabrice Herzog eine Hirnerschütterung erlitten hat. Gespielt hat der 35-jährige Verteidiger seither nicht mehr. Inzwischen ist auch sein Vertrag beim SC Bern ausgelaufen.

Was die jüngsten Berichte von vergangener Woche angeht, wonach aktuell ein Zivilverfahren gegen Herzog laufe, sagte Blum im Interview mit SRF Sport nur so viel: «Im Moment diskutieren die Parteien aussergerichtlich. Was die Zukunft bringt und ob das in ein Zivilverfahren übergeht, kann ich derzeit nicht sagen. Die Möglichkeit besteht, aber laufen tut nichts.»

In der Therapie, also quasi im Labor, sind Übungen nicht in der Komplexität möglich, wie sie ein Spiel mit sich bringt.
Autor: Eric Blum

Auch in sportlicher Hinsicht ist für Blum nach wie vor unklar, was die Zukunft bringt – nach dem Auslaufen seines Vertrags sowieso. Er sei nicht wirklich überrascht gewesen. Angesichts seiner Situation sei es seitens des SCB verständlich, dass man die Zusammenarbeit nicht fortsetze.

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Blum: «Bin therapeutisch noch nicht an einem Entscheidungspunkt»
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«Aber ich hatte ein schönes Gespräch mit Bern. Sie wollen mich weiterhin unterstützen und mir die Infrastruktur zur Verfügung stellen, damit ich im Sommer professionell arbeiten kann», erzählt Blum. Denn noch hat er seinen Traum von der Rückkehr aufs Eis nicht aufgegeben.

Bis zu einem gewissen Grad geht es

Er habe schon den Anspruch und das Interesse, es noch einmal zu versuchen. «Es geht nicht darum, dass ich nicht loslassen kann, sondern dass es sich für mich noch nicht fertig anfühlt», so der 89-fache Nationalspieler. Dies sei auch dem schnellen Saisonende der Berner geschuldet. «Das Eis wurde relativ zügig abgetaut, ich hatte deshalb auch keine Möglichkeit, mich weiter ranzutasten und gewissen Reizen auszusetzen», sagt er.

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Im Alltag geht es Blum gut, erzählt er. Und er fühle sich auch nicht meilenweit davon entfernt, mit einer Mannschaft zu trainieren. Er habe beispielsweise nach dessen Verletzung mit Tristan Scherwey trainiert. Das sei bis zu einem gewissen Grad gut gegangen, ehe Symptome kamen. Trotzdem sind diese «echten Inputs» wichtig.

«In der Therapie, also quasi im Labor, sind Übungen nicht in der Komplexität möglich, wie sie ein Spiel mit sich bringt. Da gibt es so viele Zufälligkeiten, hinzu kommen die Sitze und die ganzen Bandenwerbungen. Es ist extrem viel, was die Augen aufnehmen und das Hirn verarbeiten muss», sagt Blum. So viel, dass es für sein Hirn auch nach 14 Monaten manchmal noch zu viel ist.

Angst macht Blum die ungewisse Zukunft nicht. Auch wenn es mit der Rückkehr aufs Eis nicht mehr klappen sollte. «Ich bin sehr offen und kann mich begeistern. Sollte der Fall eintreten, dass ich nicht mehr Eishockey spiele, nehme ich auch diese Herausforderung mit Optimismus an.»

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Radio SRF 3, Bulletin von 16:30 Uhr, 08.04.22;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Heierli  (help)
    Blum ist ein exzellenter Hockey - Spieler, da gibts keine Zweifel. Ausgeteilt hat aber auch er ohne all zu grosse Hemmungen immer wieder. Seinen sportlichen Gegner nun zu verklagen, ist purer Blödsinn. In diesem Sport sind solche Gehirnerschütterungen immer wieder möglich. Wenn man nun beginnt deswegen zu gerichtlichen Schritten zu kommen, kann man auch gleich diesen Sport abschaffen.
    1. Antwort von Michael Peter  (Stoffel)
      Blum war ist ein äusserst fairer Spieler. Es gibt im Eishockey Regeln, auch für Checks. Es ist klar, dass es trotzdem zu Gehirnerschütterungen kommen kann. Im Fall Blum war es ein Akt des unkontrollierten Frusts von Herzog. Er handelte nicht im Sinne des Siels, sondern hat bewusst Gewalt gegen Blum ausgeübt. Das hat mit Eishockey wenig zu tun. Wenn das in diesem Sport ohne Weiteres toleriert wird, haben sie dessen Abschaffung!
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Die Klage hat sich als erfundene Geschichte des linken Revolverblattes mit den grossen Buchstaben herausgestellt. Blum hat sich in der Zwischenzeit geäussert und erklärt, dass er weder eine Strafanzeige noch eine Zivilklage, wegen Schadensersatz, gegen Herzog eingereicht hat,
  • Kommentar von Michael Peter  (Stoffel)
    Der SCB hat ihn in dieser Saison sehr vermisst. Er hatte oft am meisten Eiszeit und im Vergleich zu den restlichen Verteidiger eine tolle +/- Bilanz. War ein Liebling der Fans mit seiner zum Teil unkonventionellen Art. Sehr schade, dass diese Zeit in Bern so enden musste. Alles Gute Eric Blum!
  • Kommentar von Matt Frepp  (MattFrepp)
    Alles Gute Eric. Und ja schau dass du zu deinem Recht kommst, auch gerichtlich/strafrechtlich wenns sein muss.