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Erstes Testspiel in Biel Nati fährt nach Blitzstart ungefährdeten Sieg gegen Ungarn ein

  • Die Schweiz schlägt Ungarn im WM-Vorbereitungsspiel in Biel mit 6:1.
  • Nati-Direktor Lars Weibel gibt ein positives Update in Bezug auf die NHL-Verstärkungsspieler.
  • Am Freitag bestreitet die Schweiz in Biel noch ein zweites Testspiel gegen Ungarn – ab 19:30 Uhr live auf SRF zwei.

Die letzten Tage waren für Spieler, Coaches und den gesamten Staff der Eishockey-Nati psychisch anspruchsvoll. Die Causa um Patrick Fischer warf einen riesigen Schatten über die WM-Vorbereitung und löste innerhalb des Teams unterschiedliche Gefühle aus. Das zeigten nicht zuletzt die Aussagen ausgewählter Spieler am «Media Day» am Mittwoch.

Start nach Mass

Am Donnerstag durften sich die Spieler endlich wieder auf dem Eis ausdrücken. Und die Schweizer wirkten gegen Underdog Ungarn besonders im ersten Drittel sehr befreit. In Biel waren noch keine neun Minuten gespielt, da führte die Equipe von Trainer Jan Cadieux bereits mit 3:0. Fabrice Herzog mit seinem bereits dritten Treffer in der laufenden WM-Testserie (1.), Nicolas Baechler (5.) und Ken Jäger (9.) skorten für die Nati.

Nach dem Blitzstart nahmen die Schweizer den Fuss vom Gaspedal, Ungarn vermochte dies auszunutzen und durch ein Powerplay-Tor durch Istvan Sofron noch vor der ersten Pause zu verkürzen (15.).

Pflicht erfüllt

An die Intensität der ersten zehn Minuten kam die Schweiz auch im zweiten und dritten Abschnitt nicht mehr heran. Dies war auch nicht nötig, um ein inferiores Ungarn, das an der bevorstehenden WM klar den Klassenerhalt zum Ziel hat, problemlos zu dominieren.

Nach einem starken Zuspiel von Dominik Egli über die Bande vermochte Sven Senteler in der 29. Minute auf 4:1 zu erhöhen, Verteidiger Simon Le Coultre stellte noch vor der zweiten Pausensirene auf 5:1. Für den Schlusspunkt zeichnete mit Romain Loeffel ebenfalls ein Abwehrspieler verantwortlich (49.). Kevin Pasche im Schweizer Tor liess sich kein zweites Mal bezwingen.

Geballte Ladung NHL-Power

Neben dem Sieg und der Tatsache, dass alle Spieler unversehrt blieben, gab es aus Schweizer Sicht noch eine weitere positive Kunde. Wie Lars Weibel im Pausen-Interview durchblicken liess, dürfte die Nati an der WM auf (fast) alle aktuell verfügbaren NHL-Akteure zählen können. «Es sieht gut aus, dass wir eine möglichst schlagkräftige Truppe zusammenstellen können», sagte der Nati-Direktor.

Es ist davon auszugehen, dass Roman Josi, Nico Hischier, Timo Meier, Jonas Siegenthaler, Pius Suter und Nino Niederreiter für die Heim-WM zur Verfügung stehen werden. Ein Fragezeichen gibt es aktuell einzig noch bei Philipp Kurashev. Der Vertrag des Stürmers bei den San Jose Sharks läuft aus, entsprechend müssen noch Abklärungen bezüglich der Versicherung gemacht werden.

Auch zur Situation von Kevin Fiala gab Weibel ein Update: «Wir sind immer hoffnungsvoll, aber seine Verletzung war schon schwer.» Selbst im eher unwahrscheinlichen Fall, dass der Stürmer der L.A. Kings noch rechtzeitig fit werden würde, müsste Fiala erst noch die WM-Freigabe von seinem Klub erhalten. «Bis dahin ist es für uns alle noch ein sehr weiter Weg», so Weibel.

So geht's weiter

Bevor die NHL-Spieler zum Team stossen und weitere Kader-Mutationen anstehen, bekommen die Akteure im aktuellen Aufgebot am Freitag eine nächste Chance, sich für den weiteren Verlauf der Vorbereitung und ein allfälliges WM-Ticket aufzudrängen. Testspiel-Gegner in Biel ist erneut Ungarn.

Eishockey-Nati

SRF zwei, Sportlive, 23.04.2026, 19:30 Uhr ; 

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