- Die Schweiz geht an der Euro Hockey Tour in Jönköping gegen Schweden 1:8 unter.
- Im Breakout Game des ansonsten in Tschechien stattfindenden Turniers werden 7 Tore von 6 Debütanten erzielt.
- Der Beginn der Euro Hockey Tour, auf den noch Partien gegen Tschechien und Finnland folgen, ist damit gründlich misslungen.
Die Schweizer Nationalmannschaft hatte sich 15 Tage vor Start der Heim-WM durchaus Hoffnungen gemacht – auch ohne die Playoff-Finalisten und etliche NHL-Stars. Im Rahmen der Euro Hockey League wollte das Team von Jan Cadieux in Jönköping einen der gegen Schweden rar gesäten Siege feiern. Mut stiftete, dass «Tre Kronor» mit einem jungen, nicht eingespielten Team auf dem Eis stand.
Mitteldrittel des Grauens
Doch während die Schweiz mit einem 0:1-Rückstand zwar stark ins Mitteldrittel startete, waren es ausgerechnet die erwähnten «jungen Wilden», die die überforderte Schweizer Defensive Mal um Mal austanzten. So trafen im 2. Drittel gleich vier verschiedene Debütanten im schwedischen Nationalteam:
- 27. Minute: Sascha Boumedienne, 19-jährig, findet an der blauen Linie viel Platz vor und versorgt die Scheibe per Slapshot zum 2:0 im Tor.
- 31. Minute: Keine vier Minuten später schlägt es wieder hinter Leonardo Genoni ein. Der 20-jährige Jack Berglund wird schön von Andre Petersson lanciert und trifft.
- 36. Minute: Der 18-jährige Viggo Björck ist nach einer Fehlerkette in der Nati-Abwehr zur Stelle und lässt Genoni keine Chance.
- 39. Minute: Mit Anton Frondell lässt der nächste Teenager die Schweiz alt aussehen. Der Chicago-Stürmer tanzt sich vors Tor, tunnelt dabei Simon Le Coultre und netzt zum 5:0 ein.
Bereits in der 14. Minute hatte mit Liam Öhgren ein Debütant das Skore eröffnet. Nach einem Scheibenverlust von Calvin Thürkauf ging es zu schnell für die Schweizer Defensive – bei weitem nicht zum letzten Mal an jenem Abend. Im letzten Drittel schnürte Boumedienne (43.) noch den Doppelpack. Axel Andersson sorgte mit dem 7:0 nach 53 Minuten dafür, dass wenigstens ein Treffer der Schweden nicht von einem «Frischling» erzielt wurde – und dass Genonis Arbeitstag zu Ende war.
24 Sekunden später war Tobias Geisser immerhin um den Ehrentreffer besorgt. Ansonsten waren Schweizer Highlights inexistent. Natürlich, das Team an der Heim-WM wird zu weiten Teilen anders aussehen. Doch dass der zweite Anzug (noch) nicht sitzt, wurde Trainer Cadieux schmerzhaft vor Augen geführt. Kurz vor Ende wurde auch noch Genoni-Backup Kevin Pasche erwischt – vom 18-jährigen Ivar Stenberg, natürlich ein Debütant.
So geht's weiter
Im Parallelspiel rang Tschechien das finnische Team 3:2 nieder. Am Samstag ist dann die Schweiz ab 12:00 Uhr gegen Finnland gefordert, am Sonntag folgt ab 16 Uhr das Duell mit Tschechien. Beide Partien sehen Sie live bei SRF.