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Nati unterliegt Schweden 3:5 Moral ja, Punkte nein

  • Die Hockey-Nati kämpft sich gegen Schweden zurück, verliert am Ende aber mit 3:5.
  • Erneut leisten sich die Schweizer unnötige Strafen – mit Folgen.
  • Die Schweiz kann die Viertelfinals nicht mehr aus eigener Kraft erreichen – hat aber dennoch intakte Chancen.

Aus einem Fünkchen Hoffnung wurde plötzlich ein grosser Funke, nachdem Raphael Diaz die Nati eine Viertelstunde vor Schluss auf 2:3 herangebracht hatte. Der Captain traf nach einem Zuspiel von Neuankömmling Kevin Fiala haargenau in die obere Ecke.

Doch auch im 3. Anlauf wurde es nichts mit dem Coup gegen einen «Grossen». Adam Larsson erhöhte in der 54. Minute mit einem Schuss von der blauen Linie auf 4:2 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Nach einem Empty-Netter zum 2:5 setzte Dean Kukan Sekunden vor der Schlusssirene den Schlusspunkt.

Abgeklärte Schweden geben Ton an

Dass es im 3. Drittel nochmals spannend wurde, kam nach den ersten 40 Minuten eher überraschend. Schweden konnte das Spiel bereits früh in die richtigen Bahnen lenken. Allerdings trugen die Schweizer mit unnötigen Strafen ihren Teil dazu bei:

  • 0:1: In Überzahl leistet sich Reto Schäppi im gegnerischen Slot ein Foul. Im eigenen Powerplay machen die Schweden kurzen Prozess. John Klingberg bezwingt Leonardo Genoni in der 6. Minute mit einem satten Handgelenkschuss.
  • 0:2: Raphael Diaz bodigt seinen Gegenspieler etwas übermotiviert mit einem unfairen Crosscheck. Wiederum mit einem Mann mehr erhöht Patric Hornqvist nach einer eingespielten Kombination für die Schweden (10.).

Damit nicht genug: Auch der 3. Gegentreffer war aus Sicht der Nati unglücklich. Nach einer mangelhaften Spielauslösung lenkte Michael Fora einen schwedischen Pass ins eigene Gehäuse ab.

Legende: Video Der unglückliche Ablenker von Fora ins eigene Tor abspielen. Laufzeit 00:38 Minuten.
Aus sportlive vom 13.05.2018.

Es dauerte bis kurz vor Ende des 2. Drittels, bis die Schweizer eine gute Chance zu verzeichnen hatten. Ramon Untersander nutzte diese sogleich zum 1:3-Anschlusstreffer.

Angewiesen auf Schützenhilfe

Nach dem zweiten «Nuller» in Serie liegt die Schweiz vor dem abschliessenden Gruppenspiel am Dienstag gegen Frankreich auf Rang 4, einen Punkt vor der Slowakei.

Die Slowaken spielen allerdings noch gegen Russland und Weissrussland und können die Fischer-Equipe noch aus eigener Kraft überholen. Bei Punktgleichheit wäre die Schweiz aufgrund des 2:0 im Direktduell im Vorteil.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.05.2018, 20:00 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Haller (wh)
    Man kann es drehen und wenden wie man will: Gegen die «Grossen» kann/darf man keine Punkte einkalkulieren. Daran hat sich überhaupt nichts geändert. Für den «Ausreisser» nach oben muss einfach alles stimmen: Wettkampfglück, überdurchschnittliche Leistung jedes einzelnen und sicher keine dämlichen Strafen in der Offensivzone wie gestern.
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Eigentlich zeigt die Nati das, was sie kann. Und manchmal, wie gestern im letzten Drittel, auch mehr. Dafür mal ein dickes Lob. Für mich ist das Problem im Vorfeld angesiedelt: Zu hohe Erwartungen schüren und sich selber besser reden als man ist. RU, S, T und SLO werden nicht einfach so vernascht. Also Daumen drücken und das Beste versuchen. Dann bin ich zufrieden.
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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    @Jendly, mein Kommentar hat gar nichts mit Respektlosigkeit zu tun aber es entspricht doch einfach der Tatsache das das Team erst dann zu kämpfen beginnt wenn es im Rückstand liegt. und das kann man sich nicht leisten wenn man einen grosskarätigen Gegner bezwingen will. Hätten sie so wie gestern im letzten Drittel gespielt gegen Oesterreich undTschechien wären sie jetzt schon fast qualifiziert!! Aber man kann ja durchaus die Realität übersehen!
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Tom Stone)
      Zu Beginn war Schweden einfach zu stark. Da geht mit Kampf nicht viel, sonst gibts Strafen. Und die wurden dann auch bestraft. 5 gegen 5 lief nämlich unentschieden in den ersten 2 Dritteln. Aber ich gebe Ihnen Recht: Das Oesterreichspiel ist das Zünglein an der Waage. Gegen die Tschechen muss man mit einem Punkt zufrieden sein.
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