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Parallelen zum Silbermärchen Ein Lauf wie 2013 – oder doch nicht?

2013 stürmte die Schweiz zu WM-Silber. Gibt es dieses Jahr Ähnlichkeiten zum Exploit von vor 5 Jahren?

Patrick Fischer (rechts) und Sean Simpson (links) jubeln über einen Sieg an der WM 2013
Legende: Schon 2013 dabei Patrick Fischer (rechts) hatte als Assistent von Sean Simpson (links) seinen Anteil am Silbermärchen in Stockholm. Freshfocus

Was ist anders?

  • Turnierverlauf

2018 legten die Schweizer bis jetzt einen Steigerungslauf hin. Von Spiel zu Spiel kamen sie immer besser in die Gänge. Schlecht gestartet gegen Aufsteiger Österreich, 3 Niederlagen in den Gruppenspielen.

2013 spielten sie sich souverän durch die Gruppenphase. Sie blieben in 7 Gruppenspielen ungeschlagen, gewannen den Viertelfinal und den Halbfinal. 9 Siege in Folge, erst im Final gab es die erste Niederlage.

  • Start

2018 ging das Startspiel fast in die Hosen. Sieg in der Verlängerung gegen Aufsteiger Österreich. Erst im letzten Gruppenspiel sicherten sie sich den Viertelfinalplatz.

2013 in Schweden landeten die Schweizer einen fulminanten Startsieg gegen Gastgeber und Favorit Schweden. Mit dem ersten Spiel begannen die Schweizer zu «fliegen». Nach 4 Spielen hatten sie die Viertelfinalqualifikation bereits gesichert.

  • Ausgangslage im Viertelfinal

2018 galt die Schweiz als Aussenseiterin im Viertelfinal. Finnland dominierte die Gruppe B in Herning, galt als haushoher Favorit. Die Schweiz hatte 30 Jahre lang an einem Grossanlass nie gegen Finnland gewonnen.

2013 hatte das Team von Sean Simpson Tschechien bereits im Gruppenspiel geschlagen und wusste, dass der Gegner zu packen war.

Was ist gleich?

  • Toptorhüter

Reto Berra stand schon in Stockholm zwischen den Pfosten. Leonardo Genoni ist der neue Martin Gerber. Wenn es darauf ankommt, ist auf ihn Verlass. Berra hatte in Stockholm die bessere Fangquote als Martin Gerber aber Gerber war die Nummer 1. Berra hat in Dänemark die bessere Fangquote als Genoni, aber Genoni ist die Nummer 1.

  • Spielerstamm

Berra, Josi, Diaz, Niederreiter, Moser waren schon in Stockholm dabei und sie sind auch heute in Dänemark dabei. Und jeder hat immer noch die praktisch identische Rolle im Team.

  • Patrick Fischer

2013 war Fischer Assistenztrainer von Sean Simpson. Zuständig für den Zusammenhalt und die Motivation im Team. Heute ist Fischer Cheftrainer, aber für die Motivation der Spieler ist er immer noch zuständig. Seine Kernkompetenz würde er nie delegieren.

Was bedeutet das für den Halbfinal gegen Kanada?

Anders als 2013 geht die Schweiz nicht aus der Position des Gruppensiegers in die Halbfinals und ist deshalb gegen Kanada trotz des Viertelfinal-Exploits der Aussenseiter. Doch die Schweiz hat sich in Dänemark kontinuierlich gesteigert und aus Fehlern gelernt. Beispiel: Zweimal (gegen Österreich und Tschechien) haben die Schweizer einen Zweitorevorsprung aus der Hand gegeben. Im Viertelfinal konnten sie den Zweitorevorsprung über die Runden bringen.

Gegen Kanada braucht es nochmals eine Steigerung. Die Schweizer müssen wie gegen Finnland viel laufen, aus der Defensive schnell vorwärts spielen und die Scheibe laufen lassen.

Zusätzlich müssen sie aber physisch bereit sein. Die Kanadier sind robuster und grösser als die Finnen und setzen ihren Körper in den Zweikämpfen und vor den beiden Toren schonungslos ein.

Legende: Video Halbfinal 2013: Die Schweiz schlägt die USA 3:0 abspielen. Laufzeit 05:06 Minuten.
Aus sportaktuell vom 18.05.2013.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Alle 5 Jahre scheint die Schweiz Erfolg zu haben an der WM... Also muss Ich nun bis 2023 warten?
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  • Kommentar von Jonas Eggenberger (JÖNI)
    Ich sehe trotz der Hockey übermacht von Kanda, vorteile für die Schweiz. Die Kanadier müssen gewinnen, wir dürfen gewinnen. So oder so ist dieses Tunier ein Erfolg für das Schweizer Hockey. Vor allem der Teamspirit der Mannschaft fnde ich inspirierend. Alle gehn für alle. Keine Star Allüren sonder, alle sind gleichgestellt in der Mannschaft. Und bei aller Kritik an Fischer, an diesen zusammenhalt, in der Mannschaft hat er grossen Anteil. Also Hopp Schwiiz. Für mich seid ihr sowieso Helden!
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  • Kommentar von mario hellberg (fusci)
    die Frage wird sein, ob sie körperlich mithalten können. oder ob sie im letzten drittel einmnicken werden. gegen Kanda braucht es 60 min. hockey wie gegen die Finnen das 2. Drittel! wenn sie diese Pave schaffen könntenwäre auch ein Kanada zu schlagen
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