Heim-WM? Interessiert Lian Bichsel aktuell nicht die Bohne. Mit den Dallas Stars steht der junge Schweizer Verteidiger vor den Playoffs. Und bei der Nati ist der 21-Jährige noch bis nach den Titelkämpfen 2026 in Zürich und Freiburg «Persona non grata», er wurde aus dem A-Nationalteam verbannt. Ihm wurde fehlendes Engagement (Commitment) gegenüber der Nati vorgeworfen, als er Aufgeboten der U20-Landesauswahl nicht Folge geleistet hatte.
In den letzten 3, 4 Jahren haben wir uns als Top-Team etablieren können.
«Der Stanley Cup ist der am schwierigsten zu gewinnende Titel. Dazu brauche ich den vollen Fokus auf die richtigen Sachen», sagt Bichsel. Der 2-Meter-Mann ist nach einer Knöchelverletzung, die ihn 3 Monate ausser Gefecht gesetzt hatte, rechtzeitig wieder fit geworden für das Saisonfinale.
Dallas mit Ambitionen auf Stanley Cup
Dallas hat sich vorzeitig für die Playoffs qualifiziert und gehört einmal mehr zum Kreis der Favoriten auf den Stanley Cup. «In den letzten 3, 4 Jahren haben wir uns als Top-Team etablieren können», sagt Bichsel.
Aktuell befindet sich die Mannschaft aus Texas aber gerade in einer Baisse. «Es ist nicht so einfach, wenn du bereits qualifiziert bist», so Bichsel, «all die Teams, gegen die wir aktuell spielen, kämpfen um die Playoffs. Da musst du fokussiert bleiben». Damit man dann bereit sei, wenn es zähle. Auch in den Playoffs sei dann mentale Stärke gefragt, schliesslich werde auch dort «nicht jedes Spiel für dich laufen».
Auftrag: «Chaos stiften»
Bichsel hat sich mittlerweile einen Stammplatz bei den Stars erkämpft. Im 3. Verteidigerpaar soll er Physis ins Spiel bringen, den Puck aber auch nach vorne tragen, etwas kreieren und «Chaos stiften». Und so seinen Beitrag leisten, dass der Traum vom Stanley Cup wahr wird.
Bichsels Vertrag in Dallas läuft noch ein weiteres Jahr. Die Organisation habe ihm viel gegeben, «hoffentlich kann ich auch die Zukunft hier verbringen».
Noch nicht mit Nati abgeschlossen
Apropos Zukunft: Auch wenn die Nati aktuell kein Thema ist, abgeschlossen hat Bichsel noch nicht mit dem Trikot mit dem Kreuz auf der Brust. «Auf jeden Fall würde ich gerne für die Nationalmannschaft spielen», stellt er klar. «Ich bin schon immer ein stolzer Schweizer gewesen, das wäre etwas sehr Schönes.»
Und natürlich würde Bichsel nur zu gern auch den Stanley Cup in seiner geliebten Heimat präsentieren.