Die Leistungen von Kevin Fiala sind in der letzten NHL-Saison explodiert. Und zwar so richtig. Nach enttäuschendem Saisonstart mit nur einem Assist aus den ersten 8 Spielen startete der St. Galler richtig durch. Am Ende der wegen Corona verkürzten Regular Season standen bei Fiala in 64 Partien 54 Punkte – davon 23 Tore – zu Buche.
In seiner zweiten kompletten Saison in Minnesota will Fiala diese Leistungen bestätigen und wenn möglich toppen. Klar ist, dass nach den Abgängen der Routiniers Mikko Koivu und Eric Staal die Erwartungen an Fiala noch einmal gestiegen sind.
«Meine Rolle hat sich sicher neben dem Eis etwas verändert», bestätigt Fiala im Skype-Interview mit SRF. «Von mir wird jetzt mehr punkto Leadership erwartet. Ich werde versuchen, meine Teamkollegen mitzuziehen.» Fiala hält aber fest, dass die Minnesota Wild viele Leader im Team hätten und der neue Captain Jared Spurgeon (ex SCL Tigers) einen «sehr guten Job» mache.
Ich habe dort alles, was ich brauche.
Fiala hat in der Saisonvorbereitung nichts dem Zufall überlassen und auf Bewährtes gesetzt. Wie schon in früheren Jahren bereitete er sich in Schweden mit Trainer Andreas Larsson auf die anstehenden Aufgaben vor. Dort trainierte der Nati-Stürmer zusammen mit anderen NHL-, AHL- und College-Spielern.
«Diese Art der Vorbereitung hat bei mir immer sehr gut funktioniert und ich wollte deshalb nichts ändern. Ich habe dort alles, was ich brauche», sagt Fiala.
Eine gute Form ist für Fiala in dieser Spielzeit besonders wichtig. Denn sein Vertrag bei den Wild läuft Ende Saison aus. Und je stärker die Auftritte Fialas in dieser Saison sind, desto lukrativer dürfte ein neuer Kontrakt ausfallen. 2020/21 verdient der Schweizer 3,5 Millionen US-Dollar, sein Zweijahresvertrag in Minnesota ist mit total 6 Millionen US-Dollar dotiert.
Zahlreiche Wiedersehen mit Meier
Wegen den Corona-Vorsichtsmassnahmen wird während der von 82 auf 56 Partien verkürzten Qualifikation ausschliesslich innerhalb der Division gespielt. Für Fiala und die Wild bedeutet dies je 8 Partien gegen 7 verschiedene Gegner. Einer dieser Kontrahenten sind die San Jose Sharks. Dort spielt mit Nati-Sturmkollege Timo Meier der andere Schweizer in der starken West Division.
Er verspüre immer eine grosse Vorfreude, wenn er auf dem Eis auf einen sehr guten Kollegen treffe, erzählt Fiala und fügt an: «Ich hoffe, dass wir trotz allem auch neben dem Eis etwas zusammen machen können.» Auch die Sharks sind ein Kandidat für einen Playoffplatz und deshalb werde dies «ein guter Kampf» werden.