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Fiala vor aufregenden Wochen Zuerst das 700. NHL-Spiel, dann das «Riesen-Highlight» Olympia

Kevin Fiala erreicht in der NHL bald einen weiteren Meilenstein. Kurz darauf reist er mit der Nati an die Olympischen Spiele.

Die ersten Monate des neuen Jahres stellen für Kevin Fiala in mehrfacher Hinsicht eine aufregende Zeit dar. Läuft alles nach Plan, wird der Angreifer der Los Angeles Kings in der Nacht auf Mittwoch als erst vierter Schweizer überhaupt sein 700. Regular-Season-Spiel in der NHL absolvieren. Nur wenige Wochen später folgt dann der grosse Saison-Höhepunkt: die Olympischen Spiele unweit der Schweizer Grenze.

Fiala nimmt in Mailand erstmals an einem Olympia-Turnier teil. «Es ist ein Riesen-Highlight», sagte der 29-Jährige in einer Medienrunde am Montag: «Ich freue mich sehr und bin dankbar, dass ich dabei sein kann.» Fiala und Co. erwartet in Italien ein spezielles Turnier. Nicht nur, weil erstmals seit 2014 auch die NHL-Stars wieder mit von der Partie sind.

Wir sind unter Patrick Fischer und Lars Weibel zu einer grossen Familie geworden. Wir lieben einander.
Autor: Kevin Fiala

Die Nati – eine grosse Familie

Es werden nämlich die letzten Olympischen Spiele – und das zweitletzte grosse Turnier – unter Nati-Trainer Patrick Fischer und Direktor Lars Weibel sein. «Das gibt uns Extra-Motivation – ähnlich wie mit ‹Büehli› (Andres Ambühl, d. Red.) im letzten Jahr», sagte Fiala.

Unter Fischer und Weibel sei die Nati zu einer grossen Familie geworden. «Wir lieben einander», schwärmte der St. Galler: «Nach Trainings und Spielen chillen wir alle miteinander im Hotel.» Einzelgänger gebe es in der Schweizer Nati nicht.

Ziele will sich Fiala für das Olympia-Turnier keine setzen. Die Nati sei sich bewusst, dass alle Gegner ebenfalls in Bestbesetzung antreten werden. Das ändert für den 29-Jährigen aber nichts: «Wir sind ein sehr gutes Team und werden Spiel für Spiel nehmen. Wir freuen uns auf die Challenge.»

Kampf um die Playoffs

Bis dahin stehen für Fiala und seine Kings aber noch neun NHL-Spiele auf dem Programm. Partien, die in der aktuellen Phase der Saison von grosser Wichtigkeit sind. Los Angeles befindet sich in der Western Conference nämlich in einem äusserst engen Rennen um die Playoffs. Zehn Mannschaften mit realistischen Playoff-Chancen befinden sich aktuell innerhalb von zehn Punkten. Die Kings sind mitten in diesem Mix, erleben zurzeit aber eine Baisse.

1000 Spiele sind eine Riesenzahl. Es ist cool, dass bald zwei Schweizer so viele Spiele auf dem Konto haben.
Autor: Kevin Fiala über seine Nati-Kollegen Nino Niederreiter und Roman Josi

Die letzten vier Partien gingen nämlich allesamt verloren. Frustrierend, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, findet Fiala: «Wir haben zwar einige Male verloren in letzter Zeit, spielen aber gutes Hockey. Die Stimmung in der Kabine ist nach wie vor gut.» Oft sei auch Pech im Spiel, Fehler werden von den Gegnern aktuell gnadenlos ausgenutzt. Der Schweizer ist daher überzeugt, dass die Kehrtwende folgen wird.

1000 Spiele – auch für Fiala ein Ziel

Ein möglicher Schritt in die richtige Richtung könnte im nächsten Spiel gegen die New York Rangers gelingen. Es wird die 700. Regular-Season-Partie in der Karriere Fialas sein. «Davon wusste ich gar nichts, aber ich freue mich darauf», sagte der 29-Jährige in die Runde.

Vielmehr ist für den Ostschweizer die 1000-Spiele-Marke von Bedeutung. Diesen Meilenstein dürfte nach Nino Niederreiter im Dezember in dieser Woche mit Roman Josi ein zweiter Schweizer erreichen – und sie ist auch für Fiala ein Ziel: «Das ist eine Riesenzahl. Es ist cool, dass bald zwei Schweizer so viele Spiele auf dem Konto haben.» Das helfe letztendlich den jungen Spielern, gross zu träumen. So, wie es in jungen Jahren auch der mit tschechischen Eltern aufgewachsene Fiala tat, als er dem grossen Jaromir Jagr zusah.

SRF zwei, sportflash, 19.1.2026, 23:05 Uhr ; 

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