Alles im grünen Bereich beim EHC Biel

Was sich schon lange abgezeichnet hat, ist nun unter Dach und Fach: Der EHC Biel belohnt sich beim 6:3-Heimerfolg über Genf mit der Playoff-Teilnahme. Ex-Trainer Kevin Schläpfer feierte mit.

  • Nach dem Absturz ans Tabellenende in der Saison 2015/16 ist Biel zurück in den Top 8
  • Der 5. Sieg aus den letzten 6 Spielen bringt die Erlösung
  • Marc-Antoine Pouliot steuert 2 Treffer bei (zum 3:1 und 5:3)

Auf der Zielgeraden begann Biel noch übermütig zu werden. Aus diesem Grund war zur Spielmitte der 3:1-Vorsprung innert 107 Sekunden verspielt. Francis Paré im Alleingang nutzte zunächst eine Strafe von Mathieu Tschantré aus und legte prompt einen Powerplay-Treffer nach.

Nach diesem Schrecken gingen die Hausherren im 3. Abschnitt wieder mit der nötigen Konzentration und Konsequenz ans Werk. Matthias Rossi (44.) erzielte mit dem 4. Überzahl-Goal des Abends in einer von Ausschlüssen geprägten Partie (total 38 Strafminuten) das 4:3.

Am Ende ein Schaulaufen

Die Seeländer liessen sich nicht noch einmal von der Siegesstrasse abbringen. Spätestens nach Marc-Antoine Pouliots 2. Tor (56.) war der Widerstand beim Gegner gebrochen – und der Rest ein Schaulaufen inklusive der Zugabe von Julian Schmutz zum 6:3. Der 4. Erfolg im 6. Saisonduell mit Genf-Servette hatte einen süssen Beigeschmack: Er färbt Biel in der Tabelle grün ein, was gleichbedeutend mit der Playoff-Qualifikation ist.

McNamara im grünen Hemd – Muss jetzt der Schnauz weg?

1:44 min, vom 17.2.2017

Dabei ist nicht zu vergessen, dass der Klub vor einem Jahr am Tabellenende geklebt hat. Er war nur deshalb der Ligaqualifikation und damit dem drohenden Abstieg entgangen, weil sich Ajoie zurückgezogen hatte. Längst ist der Turnaround geschafft.

Jubel statt Groll bei Schläpfer

Die bisherigen 3 Playoff-Qualifikationen im 2012 (damals im 4. Jahr nach dem Wiederaufstieg), 2013 und 2015 waren auf das Konto von Kevin Schläpfer gegangen. Doch seit dem vergangenen November steht der langjährige Kult-Trainer nicht mehr an der Bande der Seeländer. Nach 9 Pleiten aus 10 Partien war seine Zeit abgelaufen.

Am Freitagabend kehrte der 47-Jährige zurück in die Tissot-Arena – und verfolgte als Fan die Vollendung des Werkes seines Nachfolgers Mike McNamara. Schläpfer zeigte sich gewohnt volksnah und initiierte auf den Rängen die Welle.

Kevin Schläpfer lacht auf der Tribüne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gute Laune auch bei Kevin Schläpfer Der entlassene Coach zeigte sich erstmals wieder an einem NLA-Spiel in Biel. Keystone

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell» 17.02.2017 22:30 Uhr