Antti Törmänen: «Habe schon als Spieler wie ein Trainer gedacht»

Antti Törmänen hat mit dem Meistertitel mit dem SC Bern seiner Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt. Der Weg des Finnen war früh vorgezeichnet. Schon als Spieler konnte er sich gut in die Trainer-Welt hineindenken.

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der 42-jährige Antti Törmänen hat am Dienstag mit dem SC Bern den Schweizer Meistertitel geholt. Ein Jahr, nachdem die Berner mit dem Finnen an der Bande in Spiel 7 den ZSC Lions unterlegen waren.

Beim SC Bern hat man das Vertrauen in den stets freundlich und ruhig wirkenden Finnen trotz der bitteren Final-Niederlage und trotz eines Tiefs in der neuen Saison behalten. Törmänen wurde nie in Frage gestellt und der SCB wurde am Ende mit dem 13. Meistertitel belohnt.

Zu verrückt nach Eishockey

Mit Antti Törmänen hat der SC Bern einen völlig eishockey-verrückten Mann an der Bande: «Ich habe versucht, nach meiner Spielerkarriere in einen 'normalen' Beruf zurückzukehren. Aber nach einem Jahr kam die Leidenschaft fürs Eishockey zurück», so Törmänen, der auch einen Uni-Abschluss in Wirtschaft besitzt.

Er habe schon als Spieler immer wie ein Trainer gedacht, somit war eine Rückkehr in die Eishalle die logische Konsequenz, sagt er. «Ich habe meine Arbeit ernst genommen, habe Verantwortung übernommen, immer für alle gedacht», blickt er zurück.

Trotz seiner Liebe zum Eishockey hat Törmänen seine Emotionen an der Bande gut unter Kontrolle: «Wenn ich meine Freude die ganze Zeit zum Ausdruck bringe, dann denken die Spieler, sie könnten ihren Emotionen auch freien Lauf lassen. Wenn ich mich dagegen zurückhalte, dann werden einige Spieler das vielleicht übernehmen und so auch besser spielen», glaubt Törmänen.

Die zweitschönste Sache

Antti Törmänen war auch als Spieler sehr erfolgreich. 1995 gehörte er zum legendären Team Finnlands, das den ersten WM-Titel für «Suomi» erobert. Zwei weitere WM-Silbermedaillen sowie Olympia-Bronze 1998 in Nagano kamen hinzu.

Somit hat sich Törmänen vielleicht schon als Spieler genug freuen können. «Als Spieler einen Titel zu holen ist das Schönste. Als Trainer ist es aber immer noch das Zweitschönste», ist er überzeugt.