Bei Ambri läuten schon die Alarmglocken

Der HC Ambri-Piotta ist in dieser Saison nach 6 Partien noch sieglos. Die Statistik spricht nicht dafür, dass sich am Dienstagabend im Gotthard-Derby etwas daran ändert.

Die Spieler stehen auf einer Reihe, die Köpfe auf den Stöcken abgestützt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hängende Köpfe Die Ambri-Spieler wirken nach dem Fehlstart resigniert. Keystone

Die Saison ist noch jung, und doch hat sie den HC Ambri-Piotta schon wieder fest im Würgegriff. In den ersten beiden Partien retteten sich die Leventiner bei den ZSC Lions und gegen Davos jeweils in die Verlängerung und erkämpften einen Punkt.

  • Doch seither resultierten 4 Nuller
  • Erst 9 erzielte Treffer aus 6 Spielen zeugen von der schwächsten Offensive der Liga
  • Und auch die 21 kassierten Gegentore bedeuten schlechtester Wert

Namentlich für Trainer Hans Kossmann spitzt sich die Lage zu. Er selbst übernahm erst am 30. Oktober 2015 vom entlassenen Serge Pelletier. Nach 17 Partien und erst 17 Punkten war damals der Geduldsfaden der Führung gerissen. Gemessen an dieser Bilanz kann Kossmann also noch zur Korrektur ansetzen – sofern ihm die Zeit dafür eingeräumt wird.

Dürftige Ausbeute gegen Zug

Die nächste Aufgabe am Dienstag gegen Zug ist in zweierlei Hinsicht tückisch. Erstens gastiert der Spitzenreiter in der Valascia. Zweitens waren die Zentralschweizer im letzten Winter stets ein unbequemer Gegner. Von 6 Direktduellen verlor Ambri 5, nur 1 Mal konnte Zug in der Overtime gebodigt werden.

Dennoch, Ambri kann sich an diesen beiden Strohhalmen festklammern:

Gauthier Descloux hinter der Maske. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gauthier Descloux Steht er heute erneut im Tor? Keystone

  • Trotz klarem Verdikt in Biel (1:5) zeigten die Tessiner eine ansprechende, kämpferische Leistung – die mangelnde Effizienz ausgenommen. Kossmann wirbelte sein Personal durcheinander und stellte 5 Neue auf. Zwischen den Pfosten kam erstmals Gauthier Descloux anstelle von Sandro Zurkirchen zum Zug. Mit 31 Paraden deutete der erst 20-jährige Torhüter sein Potenzial an und war zum besten Spieler der Partie gewählt worden.
  • Der unrühmlichste Saisonstart seit dem Aufstieg 1985 ist für Ambri immerhin noch ein Stück weit entfernt. Diesen legte das Team vor 6 Jahren hin: Damals wurden 9 Niederlagen aneinandergereiht.

Sendebezug: Laufende Eishockey-Berichterstattung

Video «Biel lässt Ambri keine Chance» abspielen

In Biel hält Ambris Pleitenserie an

2:25 min, aus sportaktuell vom 17.9.2016