Der «Heimfluch» hält an

Genf-Servette hat zuhause auch Spiel 5 des Playoff-Halbfinals gegen Lugano verloren. Nach dem 3:2-Erfolg fehlt den Tessinern nur noch ein Sieg zum Finaleinzug.

Video «Lugano schlägt auswärts wieder zu» abspielen

Lugano schlägt auswärts wieder zu

5:04 min, vom 26.3.2016

Der Heimfluch hält an: Auch im 5. Halbfinalspiel in der Serie zwischen Genf-Servette und Lugano trug das Gästeteam den Sieg davon. Die «Bianconeri» setzten sich in der Patinoire Les Vernets mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Calvinstädter durch. Auf beiden Seiten gab es je einen tragischen Helden.

Unglücklicher Merzlikins...

Dass Lugano trotz 1:0-Führung noch zittern musste, lag auch an 2 Aussetzern von «Bianconeri»-Keeper Elvis Merzlikins:

  • Im 3. Drittel sind gerade einmal 15 Sekunden gespielt. Servette-Verteidiger Daniel Vukovic schiesst den Puck an die Bande hinter dem Lugano-Tor. Von dort prallt die Scheibe an Merzlikins' Schoner und ins Tor.
  • Kevin Romy umkurvt Merzlikins' Tor. Dieser reagiert viel zu langsam und lässt sich vom Genfer Topskorer mit einem «Buebetrickli» überlisten.

... und glückloser Slater

Auch die «Marrons» hatten einen Pechvogel auf ihrer Seite: Jim Slater.

  • Nach rund 9 Minuten erzielt Slater die vermeintliche Führung für das Heimteam. Doch nach der Konsultation des Videos entscheiden die Unparteiischen auf Torhüter-Behinderung. Der Treffer zählt nicht.
  • Zu Beginn des 2. Drittels zieht Slater eine Strafe wegen Halten ein. Das anschliessende Powerplay nutzt Lugano zur Führung.
  • 15 Sekunden vor Ende herrscht Chaos vor Servette-Keeper Robert Mayer. Via Gregory Hofmann kommt die Scheibe zu Slater, welcher versehentlich ins eigene Tor trifft.

Luganos Führung und das «15-Sekunden-Drittel»

Nach einem torlosen 1. Drittel hatte Fredrik Pettersson nach 22 Minuten einen Abpraller zur Führung der Tessiner genutzt. Servette-Goalie Mayer hatte einen Schuss von Alessio Bertaggia nicht bändigen können. Im Schlussdrittel dauerte es genau 15 Sekunden, bis Daniel Vukovic ausglich. Nach Servettes Führungstreffer durch Kevin Romy fiel der erneute Ausgleich 15 Sekunden vor Spielende.

Tony Martensson bejubelt ein Tor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Matchwinner 61:22 Minuten dauerte es, bis Tony Martensson für die Entscheidung sorgte. Keystone

Matchwinner Martensson

In der Verlängerung schoss sich schliesslich Tony Martensson zum Matchwinner. Der Center erzielte nur 1:22 Minuten nach Ablauf der regulären Spielzeit das Game-Winning-Goal. Damit stünde Lugano mit einem Sieg am Montag in der Resega erstmals seit dem Meistertitel 2006 wieder im Playoff-Final.

Video «Die Stimmen zum Lugano-Sieg» abspielen

Die Stimmen zum Lugano-Sieg

0:49 min, vom 26.3.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 26.03.2016, 20:00 Uhr