Des einen Freud - des anderen Leid: Der NHL-Zauber ist vorbei

Dank des Lockouts ist die Schweiz in den letzten Monaten in den Genuss von Eishockey-Kunst der Spitzenklasse gekommen. Nun hat der Tarifstreit ein Ende gefunden. Was die NLA-Teams mehr oder weniger schwer treffen wird.

Der Lockout in der National Hockey League ist Geschichte. Somit werden die NHL-Stars, welche in der Schweiz engagiert waren, in Kürze Richtung Nordamerika abreisen. Spieler wie Joe Thornton, Dustin Brown, Henrik Zetterberg, Patrick Kane, John Tavares oder Mark Streit hatten in den letzten Monaten in der NLA für Spektakel gesorgt und die Schweizer Liga zusammen mit dem Spengler Cup weltweit in den Fokus gerückt.

Die Zeit drängte

Dass das Ende nahen könnte, deutete der vorzeitige Abgang einiger Spieler wie Jason Spezza, Patrice Bergeron oder Tyler Seguin an, die nach dem Spengler Cup ihre Zelte abgebrochen hatten. Die Zeit war knapp geworden. Bis Mitte Januar musste es zu einer Einigung kommen, sonst hätte die gesamte NHL-Saison abgesagt werden müssen.

Sportchefs und Fans hofften

Zug muss in Zukunft ohne das Traumduo Henrik Zetterberg und Damien Brunner auskommen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Herber Verlust Zug muss in Zukunft ohne Henrik Zetterberg und Damien Brunner auskommen. EQ Images

Insgeheim dürften viele Schweizer Fans genau auf dieses Szenario gehofft haben, um die NHL-Stars noch etwas länger in der Schweiz bewundern zu dürfen. Und auch mancher Klubverantwortlichen hätte wohl nichts gegen eine definitive Absage der NHL-Saison gehabt.

Teams wie Zug oder Biel waren massgeblich von den Leistungen ihrer Nordamerika-Verstärkungen abhängig. So kündigt EVZ-Stürmer Linus Omark via Twitter schon mal an, dass er seine Teamkollegen Damien Brunner, Rafael Diaz und Henrik Zetterberg vermissen werde.

Etwas weniger schmerzen dürfte die Einigung im Tarifstreit Leader Fribourg, der sich auch ohne namhafte Verstärkungen an der Spitze halten konnte. Auch Genf-Servette oder die Kloten Flyers werden das Ende des Tarifstreits ohne besondere Gefühlsregung zur Kenntnis genommen haben.

Dafür ist die Freude bei den Eishockey-Fans in Nordamerika grenzenlos. Die Warterei hat ein Ende, am 19. Januar soll es doch noch losgehen. So jubelt User Parteek Chahal: «Ich bin so glücklich, ich könnte weinen.»