Freiburgs Suche nach dem Selbstvertrauen

Keine Punkte und 12 Gegentore - Fribourg-Gottéron hat ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bereits am Montag will man bei den ZSC Lions den Weg aus der Krise finden.

Hans Kossmann kann nicht mehr hinsehen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schwierige Zeiten Hans Kossmann ist der Saisonstart mit Freiburg nicht gelungen. Keystone

2:8 in Davos, 3:6 gegen Lugano und zuletzt ein 1:6 in Zug. Was nach Eishockey-Steinzeit tönt, sind 3 der bisherigen Resultate von Fribourg-Gottéron in der neuen NLA-Saison. Die Freiburger, angetreten um endlich den ersehnten ersten Meistertitel zu holen, sind zu Saisonbeginn die Schiessbude der Liga. 35 Gegentreffer in 7 Spielen hat das Team von Hans Kossmann bislang kassiert – das sind nicht die Zahlen eines Spitzenteams.

Coach Kossmann will darüber nicht in Panik ausbrechen, sein Team habe gerade am Samstag in Zug auch die Belastungen der Woche mit dem CHL-Spiel bei den Eisbären in Berlin gespürt: «Wir waren bereit, wir wollten gut spielen, aber es fehlte uns etwas an Gas, um auf einen Rückstand reagieren zu können. In den ersten 40 Minuten hatten auch wir unsere Chancen, aber wir sind zu wenig kaltblütig. Uns fehlt das gewisse Selbstvertrauen, das ein Gegner wie Zug hat», erklärt Kossmann.

Freiburgs 22 Gegentore in 4 Auswärtsspielen

2:02 min, vom 28.9.2014

Zuviele Strafen kassiert

Ein Hauptproblem seines Teams sieht er bei den vielen Strafen, die man kassiert: «Gegen Teams wie Zug oder die ZSC Lions darf man nicht 4, 5 Strafen in Folge kassieren. Das ist tödlich», so Kossmann, dessen Team am Samstag in Zug in dieser Beziehung gesündigt hat.

«Wir sind im Moment etwas zu nervös und verlieren zu viele Scheiben im Mitteldrittel. Da müssen wir uns verbessern», meint Stürmer Thibaut Monnet zu den Problemen seines Teams.

Leidtragende dieser Entwicklung sind auch die beiden Torhüter. Benjamin Conz und Melvin Nyffeler, auf dem Papier vielleicht das beste Goalie-Duo der Liga, haben bislang noch nicht glänzen können, wurden von ihren Vorderleuten aber auch öfters im Stich gelassen. «Benjamin hat ein super Spiel gemacht. Er hat gehalten, was er konnte», sagte Kossmann denn auch nach dem 1:6 in Zug.

Voll motiviert gegen die ZSC Lions

Unmittelbar nach dem «Null-Punkte-Weekend» geht es für die Freiburger nun bereits am Montag bei Meister ZSC Lions weiter. «Es kann gut oder schlecht sein, dass wir gleich wieder spielen müssen. Aber ein Sieg in Zürich wäre sicher gut für die Stimmung und das Selbstvertrauen», meint Monnet zur Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte.

Auch Kossmann blickt optimistisch auf den Montag voraus: «Wenn es einen Gegner gibt, gegen den wir immer motiviert sind und gut spielen, dann sind es die ZSC Lions», so der Coach. Auch die ansonsten ernüchternden Zahlen belegen dies. Nach dem ersten Saisonspiel lag Gottéron dank einem 4:3-Sieg über die Löwen an der Tabellenspitze.

Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 27.09.14, 23:00 Uhr