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Tigers trennen sich von Coach Gustafsson
Aus sportaktuell vom 16.04.2015.
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National League Gustafsson muss die Tigers verlassen

Trotz dem Aufstieg in die NLA erhält Trainer Bengt-Ake Gustafsson bei den SCL Tigers keinen neuen Vertrag. Gesucht wird ein «Chef mit aktiverem Führungsstil».

Nicht in jedem Fall ist Erfolg auch eine Garantie für eine Weiterbeschäftigung. So trennen sich die SCL Tigers trotz des B-Meistertitels und der geschafften Rückkehr ins Oberhaus von ihrem Erfolgsgespann an der Bande.

Neue Impulse gefordert

Wie der Verwaltungsrat mitteilte, werden Headcoach Bengt-Ake Gustafsson und Assistent Peter Andersson nicht weiter engagiert. Die Emmentaler erwarten von dieser Massnahme neue Impulse, um die Mannschaft weiterzuentwickeln. Denn für die Verantwortlichen war der 57-jährige Schwede, der im Oktober 2013 übernommen hatte, zu ruhig.

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Gustafsson nicht mehr Tigers-Coach (Radio SRF)
01:28 min
abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.

«Uns ist klar, dass dieser Entscheid für Aussenstehende schwer zu verstehen ist. Aber wir sind der Ansicht, dass diese Mannschaft für nächste Saison neue Impulse braucht. Deshalb haben wir diesen Wechsel vorgenommen», erklärte Tigers-Sportchef Jörg Reber.

«Aktiverer Führungsstil» gefordert

Über einen Nachfolger wurde noch nicht entschieden. Doch statt Gustafsson wolle man einen Cheftrainer mit einem «aktiveren Führungsstil», wie es von Seiten des Klubs heisst.

«Wir sind der Ansicht, dass ein neuer Mann, ein anderer, eventuell sogar etwas aggressiverer Spielstil, die Mannschaft in der NLA weiterbringen kann», so Reber. Vorwürfe wolle man Gustafsson allerdings keine machen.

Gustafsson hadert

Gustafsson kann den Entscheid nicht nachvollziehen: «Ich bin sehr überrascht und enttäuscht von diesem Entscheid», so der Schwede. Man habe ihm noch vor einem Monat zugesichert, dass sein Vertrag verlängert werde, wenn er den Meistertitel in der NLB hole. Alles habe sehr positiv getönt, sagte Gustafsson. Die Mannschaft habe eine perfekte Saison gespielt, er wisse nicht, wo das Problem liege.

Er werde sich nun auf Jobsuche begeben, auch wenn es ein bisschen spät sei, blickt Gustafsson in seine Zukunft. Eventuell werde er bis in den Herbst warten müssen, dass wieder ein Job frei werde. Die Entwicklung bei den Tigers will er weiter verfolgen: «Alles soll neu werden, das wird interessant...», meint Gustafsson.

Sendebezug: Radio SRF 1, 16.04.2015, Mittagsnachrichten

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schaub , Bern
    Wie sagte Gotthelf einst: Ist ein gerechter Gott im Himmel, wird diese UNgerechtigkeit mehrfach heimgezahlt werden!!!! Was sich da der Vorstand des SCL geleistet hat, ist allerunterste Schublade, besonders wenn Gustafsson vom ihm versprochen wurde, dass man ihm einen neuen Vertrag geben werde. Hoffentlich rächt sich das.
    1. Antwort von Gysler A , VD
      @M.Schaub: ich habe weiter unten bereits einen Kommentar dazu abgegeben und nuanciere meine Bemerkung betr. "Bestrafung durch sofortigen Wiederabstieg" wie folgt: Bevor noch weiteres Geschirr zerschlagen wird, sollen sich die Hauptsponsoren zusammentun und die Clubleitung, resp. den Vorstand in die Wüste schicken: DAS wären auch "neue Impulse", die evtl. sogar die Spieler begrüssen würden - denen wird ja sowieso meistens ein Maulkorb verhängt, bis jetzt hat sich auch kein Spieler dazu geäussert
  • Kommentar von Rafi , Solothurn
    Wer das Sport- resp. Hockeybusiness ein wenig kennt, kann den Grund für Gustafsson's Abservierung erahnen: er ist wie er ist, hat ganz klare Vorstellungen was und wie er es erreichen will! Er ist nicht der Typ der macht wie es gewisse Herren bei den SCL-Tigers wohl gerne gehabt hätten - auf den Punkt gebracht ist er kein A****kriecher! Dasselbe Spiel kann man vor und hinter den Kulissen von weiteren Spitzenclubs beobachten; und das nicht nur im Eishockey!
    1. Antwort von Gysler A , VD
      @Rafi: jawohl, genau so ist es!
  • Kommentar von Juerg Stucki , Rotorua NZ
    Was wissen wir Aussenstehenden was hinter der Buehne geschah? Vielleicht stellte Gustafsohn zu hohe Ansprueche nach dem erfolgreichen Aufstieg! Zu hoffen bleibt, das der neue Besen (noch) besser wischt.....