Heimpremieren für Simpson und Brunner

Mit Sean Simpson und Damien Brunner kehrten am Montag zwei grosse Figuren zurück in die NLA. Am Dienstag folgt nun für beide Protagonisten die Premiere im heimischen Stadion. Den grösseren Druck hat dabei zweifelsfrei der Trainer.

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Interview mit Sean Simpson nach dem Spiel in Biel

1:21 min, vom 23.12.2014

Die «Weihnachtsrunde» am Tag vor dem Heiligen Abend bietet den Fans der Kloten Flyers und von Lugano ein besonderes Geschenk. Beim Spiel der Zürcher Unterländer gegen Lausanne feiert Trainer Sean Simpson seine Heimpremiere. Und für Lugano geht Damien Brunner gegen Rapperswil-Jona erstmals in der Resega auf Torjagd.

Beiden prominenten NLA-Rückkehrern ist der Einstand bei ihrem Teams am Montag nicht geglückt. Simpson unterlag mit den Flyers in Biel im kapitalen Strichkampf 2:4 und rutschte mit dem Team aus den Playoff-Plätzen. Brunner gewann zwar mit Lugano in Davos nach Overtime, konnte aber (noch) keine Akzente setzen.

Mehr Druck als Zeit

Der Druck in der letzten Runde im alten Jahr ist dennoch einseitig verteilt. Während sich Brunner in Lugano auf seine starken skandinavischen Mitspieler verlassen kann, muss Simpson mit Kloten dringend punkten, sollen die Playoffs nicht in weite Ferne rücken.

«Ich brauche noch etwas Zeit und einige Trainings mit der Mannschaft», sagt Simpson zwar. Sollte die Partie gegen Lausanne indes verloren gehen, betrüge der Rückstand der ambitionierten Zürcher Unterländer auf die Romands - einem direkten Konkurrenten im Strichkampf - bereits satte 10 Punkte.

Die Zuversicht hat Simpson trotz der Niederlage in Biel nicht verloren. «Wenn wir am Dienstag besser spielen, können wir Lausanne schlagen», glaubt der ehemalige Nati-Trainer. Von seinem Team in Kloten ist er überzeugt: «Die Mannschaft hat ein gutes Niveau mit tollen Persönlichkeiten.»

Auf der Suche nach dem Rhythmus

Für Brunner geht es darum, in Lugano zu gewohntem Niveau zu finden. «Ich muss den Rhythmus erst noch finden», sagte der Winterthurer, der sich bereits in der Partie gegen die Lakers ein besseres Zusammenspiel mit Linienparter Ilari Filppula erhofft.

Interview mit Damien Brunner nach dem Spiel in Davos

1:00 min, vom 23.12.2014

Der Druck lastet auf Brunner deutlich schwächer als jener auf Simpson. Lugano verfügt mit dem kongenialen Schweden-Duo Linus Klasen und Fredrik Petterson über eine «Torgarantie» in jedem Spiel, Playoff-Sorgen kennen die Tessiner in dieser Saison nicht. Brunner hat deshalb alle Zeit der Welt, sich im Sottoceneri zurecht zu finden.

Simpson bleibt dieser Luxus nicht. Der WM-Silbermedaillengewinner muss die Kloten Flyers möglichst bald zum Siegen führen. Für eine stille Nacht vor dem Heiligen Abend am Besten schon bei der Heimpremiere gegen Lausanne.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 22.12.14, 22:20 Uhr