Julien Sprunger und der ewige Kampf zurück

Fribourg-Spieler Julien Sprunger erlitt letzte Saison die insgesamt 7. Hirnerschütterung der Karriere. Erst in der 14. Runde der laufenden Saison kehrte der Stürmer ins Team zurück - und das gleich mit einem Tor und einem Assist. Trotzdem bleibt die Sorge um die eigene Gesundheit.

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Die Leidensgeschichte von Julien Sprunger

1:08 min, vom 2.11.2012

Bei einem WM-Testspiel der Nati am 29. April 2012 gegen Kanada hat es Julien Sprunger einmal mehr erwischt. Der Gottéron-Stürmer zog sich die nächste Hirnerschütterung zu. Es war bereits die 7. in seiner eigentlich noch jungen Karriere.

Die Zeit danach war hart für den Gottéron-Stürmer: «Die ersten 2-3 Monate nach der neuerlichen Hirnerschütterung waren für mich nicht einfach, aber Gedanken über ein Karriereende kamen dennoch nie auf», so Sprunger kämpferisch.

Hilfe durch Club und Familie

Sprunger schuftete wie verbissen an seinem Comeback, begab sich zur Behandlung auch in die USA. Geholfen hat ihm dabei auch sein Umfeld: «Wichtig war, dass ich nie alleine war und immer die grösstmögliche Unterstützung durch den Club und meine Familie erfahren habe.»

10 Kilo Muskelmasse verloren

Nach der Hirnerschütterung verlor der 26-Jährige knapp 10 Kilo: «Das ist das Schwierigste, dass man während so einer langen Verletzungspause viel an Kraft und Masse verliert und sich diese dann wieder mühsam erarbeiten muss.» Zudem machte Sprunger auch zu schaffen, dass er lange von der Mannschaft getrennt trainieren musste.

Doch er hat diese Mühen wieder auf sich genommen und hofft nun, dass er in Zukunft verletzungsfrei bleiben wird: «Denn Eishockey ist mein Leben und ich hoffe, dass ich diesen Sport noch sehr lange ausüben kann.»