Lausanne zwingt Lions in die «Belle»

Lausanne hat sich im Playoff-Viertelfinal gegen die ZSC Lions ins entscheidende 7. Spiel gerettet. Die Waadtländer kamen beim 2:1-Sieg vor eigenem Anhang zum 2. Erfolg in Folge und glichen in der Serie zum 3:3 aus.

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TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das entscheidende 7. Spiel zwischen den ZSC Lions und Lausanne am Dienstag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei und im Livestream.

Die 39. Minute war sinnbildlich für die letzten beiden Auftritte des ZSC: Nach einer Fünfminutenstrafe gegen Marc-André Bergeron wegen eines Checks an John Gobbi agierten die Gäste in Unterzahl, als aus einer an sich nicht gefährlichen Situation das 2:0 für den Gastgeber entstand. Lausanne-Topskorer Juha-Pekka Hytönen zog ab, der Puck landete via Severin Blindenbacher bei Ryan Shannon und dieser beförderte die Scheibe mit dem Schlittschuh ins eigene Tor.

«Die Strafe war der Wendepunkt», analysierte Marc Crawford. Der ZSC-Coach ereiferte sich wegen des Ausschlusses gegen Bergeron und befand: «Das war ein Taucher von Gobbi. Er ist ein Schauspieler.»

Hytönen die prägende Figur

Seit der 28. Minute und Benjamin Antoniettis 1:0 lag der Aufsteiger in Front. Nach einem (unnötigen) Abpraller bei ZSC-Keeper Lukas Flüeler schnappte sich Hytönen den Puck, lief hinter dem Zürcher Tor durch, passte auf Antonietti und dieser erzielte das 1:0. Kurz zuvor hatten die Gäste Glück gehabt, als Joël Genazzis Schuss von der blauen Linie nur die Latte gestreift hatte.

Zürcher zu wenig zwingend

Die Lions, bei denen Captain Mathias Seger krankheitshalber fehlte, liessen im 6. Spiel den Biss vermissen. Wie am Donnerstag, als die Zürcher im heimischen Hallenstadion den 1. Matchpuck zum Einzug in die Playoff-Halbfinals verspielt hatten, konnten sie sich kaum zwingende Chancen erarbeiten.

Einzig Robert Nilsson tauchte im 1. Drittel 2 Mal gefährlich vor Lausanne-Keeper Cristobal Huet auf, doch der Franzose liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Zu mehr als dem 1:2-Anschlusstreffer durch Patrick Bärtschi aus spitzem Winkel nach 46 Minuten sollte es nicht reichen, auch wenn der ZSC im Schlussdrittel mehr Druck machte.

Heisser Tanz beim Showdown

Nachdem der Qualifikationssieger eine scheinbar komfortable 3:1-Führung in der Serie gegen den Aufsteiger verspielt hat, kommt es am Dienstag im Hallenstadion zur «Belle». Nach 2 Siegen de suite steht es bestens um die Moral der Waadtländer. Dagegen müssen sich die Zürcher massiv steigern. Hoffnung schöpfen können sie einzig aus der Tatsache, dass sie in der Regular Season nie mehr als 2 Mal in Folge verloren haben.

Interview mit ZSC-Coach Marc Crawford (in Englisch)

2:45 min, vom 22.3.2014