NLA: 7 Spieltage, 12 Klubs, 12 Krisen

In den ersten 7 Spieltagen in der NLA-Saison hat es bereits die eine oder andere Überraschung gegeben. Welches Team ist wie gestartet? Eine Übersicht.

In den NLA-Saisonvorschauen hatten einige Experten eine Dreiteilung der Liga erwartet, z.B. in folgender Aufteilung: 4 Meisteraspiranten (ZSC Lions, SC Bern, Lugano, Davos), 4 Klubs mit ansprechenden Playoff-Chancen (Zug, Kloten, Freiburg, Lausanne), 4 Klubs, welche um den Playoff-Platz kämpfen müssen (Genf, Biel, Ambri, SCL Tigers).

Nach 7 Spieltagen sieht die Tabelle etwas anders aus. Grund ist, dass jeder Klub schon eine Krise hinter sich hat, mal eine längere, mal eine kürzere.

Wer hatte wann ein Tief?

Fribourg-Gottéron - vor Saisonstart

5 von 7 Vorbereitungsspielen gingen verloren. Unter der Schlagzeile «Welcher Trainer wird zuerst entlassen?» schrieb Le Matin am 8. September: «Am stärksten bedroht ist Gerd Zenhäusern». Aber siehe da: In der NLA ist Freiburg nach 7 Spielen noch ungeschlagen.

EV Zug - vor Saisonstart

4 Spiele in der Champions Hockey League, 0 Punkte. Die Zentralschweiz am Sonntag tröstete sich am 6. September damit, dass der EVZ in der Saison 2016/17 dennoch wieder in der CHL dabei ist. Aber siehe da: In der NLA verlor das Kreis-Team erst ein Spiel (gegen Davos).

ZSC Lions - nach der 4. Partie

ZSC Lions: «Pomadiger Auftritt»

5:11 min, aus sportaktuell vom 15.9.2015

Nach dem geglückten Saisonstart (4 CHL- und 2 NLA-Siege in Folge) tauchten die Zürcher gegen vermeintlich schwächere Teams dreimal in Folge. Beim 2:3 in Biel habe das Crawford-Team einen «pomadigen Auftritt» geboten, berichtete der Tagesanzeiger. Aber siehe da: Mit Jungstar Auston Matthews kam die Spielfreude zurück ins Spiel des «Z».

Biel - jetzt

Die Seeländer begannen stark in die Saison. Dieses Wochenende gab es aber zwei Niederlagen. Besonders schmerzte das 0:5 zuhause gegen Ambri. «Das ist einfach ein 'Seich'», klagte Coach Schläpfer im sportpanorama.

Ambri - nach dem Startspiel

Ambri: 8 Gegentore in Folge

2:43 min, aus sportaktuell vom 11.9.2015

2:0 führten die Leventiner nach den ersten 195 Sekunden der neuen Saison. 57 Minuten später hatten sie in Genf eine 2:8-Klatsche eingefangen. «Ambrì, ma che disastro», schrieb La Regione. Aber siehe da: Nach dem 5:0 in Biel diesen Samstag steht die Pelletier-Equipe auf dem 5. Zwischenrang.

Kloten Flyers - nach den ersten 2 Spielen

13 Gegentreffer kassierte das von kanadischen Investoren alimentierte Simpson-Team in den ersten beiden NLA-Spielen. «Die Kloten Flyers bereits wieder im Elend», kommentierte 20 Minuten am 14. September. Aber siehe da: Letzten Samstag tanzten die Zürcher Unterländer Meister Davos aus: 5 Tore in 16 Minuten.

Genf - von Donnerstag bis Freitag, 22 Uhr

Letzten Donnerstag war ein «Non-Match à Lugano» (Le Matin vom 25. September zum 1:5) die 4. Genfer Niederlage in Folge. Aus der Garderobe seien nicht druckfähige Ausdrücke von Coach McSorley zu hören gewesen, kolportierte das Blatt. Gegen Biel sah es tags darauf bis in die 58. Spielminute nach der nächsten Pleite aus. Aber siehe da: Die Servettiens verwandelten ein 1:2 noch in einen 3:2-Sieg.

Davos - von Samstagnacht bis Sonntagnachmittag

Davos: Wenig meisterlicher Auftritt in Kloten

5:20 min, aus sportaktuell vom 26.9.2015

Nach der zweiten 1:5-Niederlage in Folge am Samstag gegen Kloten lag der Meister plötzlich auf dem zweitletzten Rang. «HCD-Kolik wegen Kolarik», schrieb der Sonntagsblick. Aber siehe da: 16 Stunden später schlug Davos den SCB mit 3:1.

Lugano - nach der 5. Runde

Alle 3 Heimspiele und dann noch das Derby verloren. Die Luft für Trainer Patrick Fischer werde «langsam aber sicher dünn», kommentierte die Schweiz am Sonntag am 20. September. Aber siehe da: Letzten Donnerstag deklassierten die mit zahlreichen Offensivstars gespickten Bianoneri Genf mit 5:1.

Bern - jetzt

Nach dem 4. Spiel ohne Punkte ist der SCB unter den Strich gerutscht. «Vorne ineffizient, hinten fahrlässig», schrieb Der Bund am Montag. Coach Boucher soll gemäss Berner Medien aber nicht wackeln.

Lausanne - jetzt

Nach dem zweiten Nuller in Folge liegen die offensivschwachen Waadtländer (erst 13 Tore) auf dem zweitletzten Platz. «Es ist immer dieselbe Leier», jammerte 24 heures am Montag.

SCL Tigers - durchgehend

Dem Aufsteiger wurde eine harte Saison prophezeit. Das hat sich bisher bestätigt. «Das Team von Benoit Laporte ist kaum konkurrenzfähig», urteilte der Sonntagsblick am 20. September. Aus 7 Spielen resultierte bisher erst 1 Sieg.

Sendebezug: SRF zwei, 27.9.15, sportpanorama, 18:10 Uhr