Strafenflut spielt SCB in die Karten

Während es für das Spitzentrio Bern (5:3 in Genf), Zug (3:0 gegen Langnau) und ZSC (4:1 in Freiburg) Siege gab, konnte Ambri dank einem 4:2 gegen Kloten das Tabellenende verlassen.

  • Powerplay-Toreflut geht weiter. Nach 15 von 30 Toren am Dienstag fallen am Donnerstag 18 von 37 Treffern in Überzahl. Dazu kommen 3 Shorthander.
  • Das Spitzentrio geht im Gleichschritt.
  • Ambri gibt die rote Laterne wieder an Freiburg ab.
  • Lausanne gewinnt erstmals seit 2003 wieder einmal in Lugano.

Genf - Bern 3:5

Strafen nehmen ist gegen den SCB zurzeit nicht zu empfehlen. Das kriegte nach den ZSC Lions nun auch Servette schmerzhaft zu spüren. Nachdem die «Mutzen» am Dienstag schon 5 der 6 Tore gegen die Zürcher in Überzahl erzielt hatten, legten sie in Genf nochmals 4 Powerplay-Treffer nach. Den einzigen Treffer der Berner bei Gleichstand (zum 1:4 durch Simon Moser) ermöglichte Servette-Verteidiger Jonathan Mercier mit einem haarsträubenden Fehler. Am Ende sprachen die Schiedsrichter in der zerfahrenen Partie je 28 Strafminuten aus.

Ambri - Kloten 4:2

Schon zum 15. Mal kassierten die Zürcher Unterländer einen Gegentreffer in den ersten 5 Minuten. In Ambri war es Janne Pesonen, der für einen frühen Rückstand der Gäste sorgte. Die Siegsicherung gelang den Leventinern dann erst mit einem Doppelschlag durch Diego Kostner in Unterzahl und Mark Bastl binnen 44 Sekunden (55./56.). Für Kloten war es die 6. Niederlage in Serie.

Davos - Biel 6:2

Das Davoser Heimspiel geriet zum Schaulaufen von Perttu Lindgren. Der finnische Topskorer steuerte 1 Tor und 3 Assists zum Sieg gegen Biel bei. Die Bündner liessen sich dabei auch nicht von einem frühen Rückstand aus dem Konzept bringen und glänzten mit grosser Effizienz. So verzeichneten die Seeländer in jedem Drittel mehr Torschüsse, musste am Ende aber doch als Verlierer vom Eis.

Freiburg - ZSC Lions 1:4

War Freiburg am Dienstag in Kloten noch ein Blitzstart gelungen (2:0 nach 2 Minuten), lagen die Saanestädter gegen die Lions bereits nach 27 Sekunden im Hintertreffen. Das Tor ging auf das Konto von Severin Blindenbacher, dem später auch noch der Treffer zum 3:0 gelang. Daniel Steiner verkürzte zwischenzeitlich mit seinem 1. Tor im 2. Spiel für Gottéron zum 1:3, zu mehr reichte es dem Heimteam nicht.

Lugano - Lausanne 3:4

Mit dem Tor zum 6:2-Endstand in Ambri (10.12.), den beiden Treffern beim 2:6 in Biel und dem Doppelpack zu Beginn gegen Lausanne gelangen Luganos Martensson 5 Tore in Folge. Erst Dario Bürgler stoppte den Lauf des Schweden mit dem Treffer zum 3:1. Bürgler fiel noch einmal auf, in diesem Fall aber negativ, indem er die Scheibe im Angriffsdrittel verlor und Gaëtan Augsburger den Shorthander zum 2:3 ermöglichte. So blieb die Partie offen und tatsächlich schafften die Gäste noch mit einem späten Doppelschlag (56./58.) die Wende, was gleichbedeutend mit dem 1. Sieg der Waadtländer in Lugano seit 2003 war.

Zug - SCL Tigers 3:0

Für Zug avancierte das Heimspiel gegen die Emmentaler zur Geduldsprobe. Es dauerte bis in die 46. Minute, ehe Fabian Schnyder die EVZ-Fans mit dem 1:0 erlöste. Carl Klingberg im Powerplay und Emanuel Peter legten 2 weitere späte Tore zum 7. Sieg in Folge nach. Für Tobias Stephan war es der 5. Shutout – Liga-Bestwert.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 22.12.2016, 22:05 Uhr.