... und wenn dann noch die Ausländer zu alter Stärke finden?

Dank 2 Overtime-Siegen ist die Best-of-7-Serie zwischen Bern und Zug wieder komplett offen. Was beinahe unterging: Die bis zum Final überragenden EVZ-Ausländer kamen noch überhaupt nicht auf Touren.

Carl Klingberg und David McIntyre (unten in der Mitte) kamen in der Final-Serie noch nicht wie gewohnt auf Touren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur Zuschauer Carl Klingberg und David McIntyre (unten in der Mitte) kamen in der Final-Serie noch nicht wie gewohnt auf Touren. Keystone

Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinal gegen Genf respektive Davos ragten die drei ausländischen Stürmer des EV Zug heraus:

  • David McIntyre: Bis zum Final gegen Bern schoss der Kanadier 11 Tore und steuerte zudem 6 Assists bei.
  • Jarkko Immonen: Der Finne skorte in den 10 Spielen bis zum Final 10 Mal. 4 Treffer und 6 Assists standen zu Buche.
  • Carl Klingberg: Mit seinen Ablenkern im Slot hatte der Schwede vor allem gegen Davos grossen Anteil am Zuger Erfolg. Je 4 Tore und Assists gelangen ihm bis zum Final.

Doch seitdem die Gegner der Zuger einen Bären auf dem Trikot tragen, leiden die EVZ-Ausländer an Ladehemmungen. In den bisherigen 4 Finalspielen holten McIntyre, Immonen (gesperrt in Spiel 4) und Klingberg zusammen gerade einmal 3 Assists.

Andere holten für die Zentralschweizer gegen Bern die Kastanien aus dem Feuer. Lino Martschini zum Beispiel, der im Final alleine schon mehr Punkte sammelte als die 3 ausländischen Stürmer gemeinsam.

Der Finne Jarkko Immonen kehrt nach einer Sperre wieder zurück. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Samstag wieder im Einsatz Der Finne Jarkko Immonen kehrt nach einer Sperre wieder zurück. Keystone

Und wenn sie doch wieder zuschlagen?

Das viel zitierte Momentum ist nach 2 Siegen in Serie nun bei den Zugern. Zwar hat es Bern geschafft, die EVZ-Ausländer in den bisherigen 4 Spielen zu neutralisieren. Aber kann man einen McIntyre, Immonen oder Klingberg über eine ganze Serie in Schach halten?

Der SCB würde diese Frage wohl bejahen. Auf der anderen Seite erhofft sich Zug, mit ihren ausländischen Stürmern noch ein zusätzliches Ass im Ärmel zu haben. Umso mehr, als dass nach dem 2:2-Ausgleich in der Serie alles wieder von vorne beginnt. Jetzt halt einfach in der verkürzten Best-of-3-Variante.

Das sagen die Zuger zu Spiel 5 in Bern:

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.04.2017, 20:10 Uhr