ZSC Lions von effizienten Genfern deklassiert

Wie schon im Viertelfinal hat Quali-Sieger ZSC Lions auch in der Halbfinal-Serie sein 1. Heimspiel verloren. Die Zürcher unterlagen in einer Partie mit vielen Torchancen Genf-Servette gleich mit 0:5.

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Zusammenfassung ZSC Lions - Genf («sportlive», 27.3.14)

5:51 min, vom 27.3.2014

Gegen Lausanne im 1. Viertelfinal-Spiel lagen die ZSC Lions bereits nach 10 Minuten 0:3 zurück. Gegen Genf-Servette zeigte die Anzeige-Tafel nach 33 Minuten das selbe Skore an.

In den verbleibenden 27 Minuten konnte der Qualifikations-Dominator sein Chancenplus nicht wie gewünscht in Tore ummünzen. Schliesslich musste er sich vor 8377 Zuschauern im Hallenstadion gar mit 0:5 geschlagen geben. Genf-Goalie Tobias Stephan feierte seinen 2. Shutout in den diesjährigen Playoffs.

Lions mit Pfostenschüssen

Das Resultat spiegelt das Geschehen auf dem Eis keineswegs wieder. Die Mannschaft von Marc Crawford spielte von Beginn an sehr engagiert und war über die gesamte Partie gesehen die bessere Equipe. Alleine im Mitteldrittel kamen die Lions zu Top-Chancen im Minutentakt. Einem Torerfolg am nächsten kamen Morris Trachsler und Mathias Seger, die beide nur den Pfosten trafen.

Kaltblütige Gäste

Genf-Servette stach die Zürcher vor allem in Sachen Effizienz aus. Kaspars Daugavins (11.) und Alexandre Picard (25.) erzielten die ersten beiden Tore durch energisches Nachstochern im Slot. Beim 3:0 profitierte Picard von einem magistralen Querpass von Daugavins, als eine ZSC-Strafe angezeigt war.

Der 4. Treffer fiel praktisch mit dem 1. Genfer Angriff im Schlussdrittel und auch beim 5:0 in Unterzahl agierte Matt Lombardi vor Lukas Flüeler eiskalt. Dem Konter war ein Scheibenverlust von Roman Wick vorausgegangen - nicht sein erster im Powerplay in den Playoffs.

Wolfs 83 Sekunden

Zum Auftritt der Lions passte auch der unglückliche Kurz-Einsatz von Tim Wolf. Nachdem Stammkeeper Lukas Flüeler von einem Schuss von Lombardi an der Maske getroffen worden war und verarztet werden musste, kam Wolf in der 24. Minute in Unterzahl aufs Eis. 83 Sekunden später traf Picard zum 2:0 - und der Ersatzgoalie musste wieder Flüeler Platz machen.

Crawford mit klaren Worten

«Es war ein merkwürdiges Spiel», urteilte Genf-Trainer Chris McSorley. «Wir waren ausgeruhter als Zürich und hatten das Glück, das 1. Tor zu erzielen.» ZSC-Coach Marc Crawford ging mit seinen Schützlingen hart ins Gericht: «Bei uns haben nicht allzu viele Akteure gut gespielt.» Sein Team müsse besser aus der eigenen Zone kommen und mit mehr Überzeugung ins gegnerische Drittel fahren. «Und vor allem an den Banden und vor dem Tor müssen wir präsenter sein», forderte Crawford.