Ein abrupter Richtungswechsel, ein schneller Antritt und ein satter Schuss ins Glück: Mit seinen erst 20 Jahren hat sich Konsta Helenius am Sonntagabend zum finnischen Nationalhelden aufgeschwungen. Sein Siegtor in der Verlängerung gegen die Schweiz sicherte Finnland den 5. WM-Titel.
Erst im Januar hatte der Jungspund in der NHL für Buffalo sein Debüt gegeben. Auch in den Playoffs konnte Helenius bereits Akzente setzen und traf bei seinen 4 Einsätzen 2 Mal. Nach dem Out der Sabres reiste der Finne als Nachzügler nach Zürich, um seine Farben zu unterstützen – als jüngster im gesamten Kader.
Mutter Helenius fällt kurz in Ohnmacht
In den letzten 3 Gruppenspielen sowie den 3 K.o.-Spielen wirbelte der flinke Helenius im 1. finnischen Block (3 Tore, 3 Assists). Bereits im Halbfinal gegen Kanada gelang dem rechten Flügel mit dem 3:2 der Siegtreffer. Der kometenhafte Aufstieg gipfelte im «Weltmeister-Tor».
«Als ich in der Verlängerung die Chance hatte, habe ich den Schuss abgegeben und er ging rein», umschreibt Helenius den Moment in der heimischen Zeitung yle pragmatisch. Gemäss diversen finnischen Medien sei seine Mutter auf der Tribüne der Swiss Life Arena nach dem Treffer kurz in Ohnmacht gefallen.
USA und Lettland deklassiert
In der ganzen Euphorie um die überragenden Schweizer an der Heim-WM ist vor dem Final beinahe etwas untergegangen, dass auch Finnland eine (fast) vollends überzeugende WM gespielt hat.
Die Skandinavier gingen ebenfalls mit 6 Siegen aus 6 Spielen ins letzte Gruppenspiel gegen die Nati. Dabei liessen sie beispielsweise den weiteren Viertelfinalisten der Gruppe A USA (6:2) und Lettland (7:1) keine Chance.
Auch die «schwierigere» K.o.-Phase gemeistert
Der einzige kleine Makel – das knappe 2:4 gegen die Schweiz im Showdown um den Gruppensieg – brachte den Finnen den auf dem Papier schwierigeren K.o.-Weg mit Tschechien (Viertelfinal) und Kanada (Halbfinal) ein.
Doch «Suomi» besiegte erst die Tschechen, Weltmeister von 2024, diskussionslos mit 4:1. Auch Helenius steuerte ein Tor bei.
Nach dem 4:2 gegen die Eishockey-Grossmacht Kanada revanchierte sich Finnland im Final dann auch für die Niederlage gegen die Schweiz. Und krönte zwei souveräne Wochen mit dem Weltmeistertitel.