Die Gruppenhierarchie
Kein Weg dürfte an Rekordweltmeister Kanada vorbeiführen. Die «Ahornblätter», die zuletzt den USA und Tschechien den Vortritt lassen mussten, streben WM-Titel Nummer 29 an. Macklin Celebrini, Mark Scheifele und Mathew Barzal sollen für NHL-Glanz sorgen. Dahinter ist Schweden, das Berichten zufolge auf Maple-Leafs-Verteidiger Oliver Ekman-Larsson zählen kann, ein heisser Kandidat. Ein Verpassen der K.o.-Phase von Tschechien wäre ebenfalls eine grosse Überraschung.
Der letzte Viertelfinal-Platz ist nach Papierform am ehesten der Slowakei zuzutrauen. Für Dänemark und Norwegen wäre das Erreichen der K.o.-Phase ein veritabler Coup. Für Aufsteiger Italien und Slowenien heisst das primäre Ziel wohl Klassenerhalt. Absteigen werden die beiden schlechtesten Teams der Gesamtwertung. Es könnte also auch sein, dass es aus einer Gruppe zwei und aus der anderen keine Mannschaft trifft.
Der Austragungsort und Zeitplan
Die Gruppe B bestreitet ihre Partien in der BCF-Arena in Freiburg, wo zudem zwei Viertelfinals stattfinden. Es geht in der Saanestadt am 15. Mai gleich heiss los: Mit Kanada und Schweden treffen zum Auftakt die Gruppenfavoriten aufeinander. Und auch der letzte Spieltag in der Meisterstadt hat es in sich: Am 26. Mai lauten die Duelle unter anderem Slowakei – Schweden und Tschechien – Kanada.
Der Routinier
Im tschechischen Team dürfte man auf den einzigen noch aktiven Spieler des 22 Akteure umfassenden «100-WM-Spiele-Klub» bauen: Roman Cervenka ist auch mit 40 Jahren noch voll im Saft. In der tschechischen Liga wurde der Pardubice-Stürmer zum Spieler der Saison gewählt. Cervenka, einst bei Freiburg, dem ZSC und den Lakers im Einsatz, kündigte an, auch in der Schweiz noch einmal angreifen zu wollen. Kommt er an der WM fünfmal zum Zug, wäre er mit 110 Partien die alleinige Nummer 3. Zu Rekordhalter Andres Ambühl (151 Spiele) wird es aber wohl nicht mehr reichen.