Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Halbfinal-Einzug an Heim-WM Von wegen Angstgegner: Nati bodigt Schweden nach grossem Kampf

  • Die Schweiz entscheidet an der Heim-WM in Zürich einen äusserst ereignisreichen Viertelfinal gegen Schweden mit 3:1 für sich.
  • Nach dem frühen Rückstand und einem Restausschluss gegen Kukan schafft die Nati angeführt von ihren NHL-Stars die Wende.
  • Im Halbfinal am Samstag um 15:20 Uhr heisst der Schweizer Gegner Norwegen.

Der Traum von WM-Gold, er lebt. Dafür musste die Nati im Viertelfinal gegen ein zähes Schweden bis in die letzte Sekunde kämpfen. Keine Frage: «Tre Kronor» trug seinen Teil zu einer nervenaufreibenden, teilweise überharten Partie bei.

An diesem Donnerstag in Zürich – erst zum dritten Mal in den letzten 25 Direktduellen und erstmals seit 13 Jahren an einer WM – behielt die Schweiz aber das bessere Ende für sich.

Rückstand, Kukan-Ausschluss, Nicht-Tor

Dabei hatte es im ersten Drittel zwischenzeitlich nicht gut ausgesehen für die Nati. Trotz erneut gutem Start des Cadieux-Teams waren es die Schweden, welche zuerst reüssierten. Linus Karlsson erwischte Leonardo Genoni in der 7. Minute zwischen den Beinschonern.

Gewillt, schnellstmöglich auf den erstmaligen Rückstand an diesem Turnier zu reagieren, verlor Dean Kukan nur 25 Sekunden nach dem 0:1 den Kopf und schlug Youngster Ivar Stenberg den Stock mit beiden Händen ins Gesicht. Die Schiedsrichter schickten den Schweizer Verteidiger mit einer Fünf-Plus-Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche.

Die Nati wehrte sich in der langen Unterzahl tapfer, kassierte 20 Sekunden vor Ablauf der Strafe aber das vermeintliche 0:2. Sundqvist erfasste eine unübersichtliche Situation im Slot am schnellsten und bugsierte den Puck über die Torlinie – aber wie? Nach langer Video-Konsultation entschieden die Schiedsrichter aufgrund einer Kickbewegung auf kein Tor – Glück für die Nati, zumal Janis Moser die Scheibe fast ins eigene Tor gelenkt hätte.

Josi leitet Wende ein

Aus der überstandenen Unterzahl schöpften die Schweizer neue Energie und meldeten sich – angeführt von Roman Josi – zurück. In der 14. Minute erfasste der Nati-Captain den grossen Verkehr vor dem schwedischen Tor und zog von der blauen Linie ab. Weil Calvin Thürkauf dem schwedischen Goalie Magnus Hellberg die Sicht nahm, fand Josis Schuss, womöglich noch leicht abgelenkt, via Pfosten den Weg in die Maschen zum 1:1.

Für den Unterschied sorgte der Gastgeber einmal mehr im Mitteldrittel. Die Schweiz musste zu Beginn den einen oder anderen bangen Moment in Unterzahl überstehen, ehe sie bei 5-gegen-5 zuschlagen konnte. Nicht konsequent genug von den Schweden gestört, stach Denis Malgin in der 33. Minute mit seinem Tempo durch und bezwang Hellberg in der nahen Ecke.

Strittiger Entscheid gegen Schweden

Kurz nach dem 2:1 setzte Timo Meier in der neutralen Zone und auf offenem Eis zum Monster-Check gegen Oskar Sundqvist an. Der Devils-Stürmer traf dabei aber mit voller Wucht auch das Knie des Schweden. Sundqvist konnte nicht mehr weiterspielen, zuvor hatte Schweden bereits den Ausfall von Captain Oliver Ekman-Larsson beklagt.

Meier kam überraschend mit einer Zwei-Minuten-Strafe davon. Und weil sich Albert Johansson nach Meiers Check am Schweizer rächte, ging es mit 5-gegen-5 weiter, aber nicht für lange. In der 37. Minute nutzte die Nati sogleich ihre erste Powerplay-Gelegenheit, um durch Calvin Thürkauf auf 3:1 zu erhöhen. Nico Hischier hatte magistral vorbereitet.

So geht's weiter

Die Schweiz bestreitet am Samstag den ersten der beiden Halbfinals. Um 15:20 Uhr heisst der Gegner Norwegen. Die Skandinavier setzten sich in ihrem Viertelfinal 2:0 gegen Lettland durch.

Eishockey-WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 28.05.2026, 20:00 Uhr

Meistgelesene Artikel