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WM Hockey-Nati unterliegt Tschechien im Penaltyschiessen

Die Schweiz hat im abschliessenden Gruppenspiel gegen Tschechien einen starken Auftritt gezeigt. Das Team von Glen Hanlon musste sich dem Gastgeber erst nach Penaltyschiessen mit 1:2 geschlagen geben. Speziell überzeugten Goalie Reto Berra und Stürmer Kevin Fiala.

Legende: Video Die Live-Highlights der Partie abspielen. Laufzeit 04:49 Minuten.
Aus sportlive vom 12.05.2015.

Im abschliessenden WM-Vorrundenspiel wurde nicht mehr um wichtige Punkte für die Viertelfinal-Qualifikation gekämpft, vielmehr stand die Affiche Tschechien - Schweiz schon ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die K.o.-Phase.

Ein überzeugender Auftritt

Die Schweizer mussten sich dem Gastgeber in einer engagiert geführten Partie zwar mit 1:2 nach Penaltyschiessen geschlagen geben. Mit einem über weite Strecken überzeugenden Auftritt tankte die Nati aber Selbstvertrauen für das Spiel gegen die USA am Donnerstagnachmittag um 15.15 Uhr (live auf SRF zwei). «Unser Ziel war, uns auf die kommende Aufgabe einzustimmen. Das ist und gelungen. Wir sind bereit», zog Trainer Glen Hanlon ein positives Fazit.

Die herausragenden Akteure auf Schweizer Seite waren Goalie Reto Berra sowie Kevin Fiala. Der Flügel konnte als einziger seinen Penalty verwerten, und war auch in der regulären Spielzeit der Schweizer Torschütze.

Legende: Video Fialas Treffer zum 1:0 abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus sportlive vom 12.05.2015.

Fialas spezielle Tor-Premiere

«Gegen Tschechien bin ich speziell motiviert», hatte Fiala vor der Partie verraten. Der Grund: Vater und Mutter emigrierten aus der früheren Tschechoslowakei in die Schweiz, wo Kevin Fiala zur Welt kam.

Seinen ersten Treffer im Dress der Nationalmannschaft dürfte der 18-jährige Flügel entsprechend in bester Erinnerung behalten. In der 17. Spielminute passte Damien Brunner in doppelter Überzahl zu Fiala, dieser traf per Direktabnahme zur Schweizer Führung.

Verbessertes Powerplay, starker Berra

Das Tor war bezeichnend für die Steigerung, welche die Schweiz im Powerplay im Vergleich zu den ersten WM-Spielen offenbarte. Und das Boxplay, ohnehin eine der Schweizer Stärken bei diesen Titelkämpfen, überzeugte weiterhin.

Zudem konnte sich das Team von Hanlon in brenzligen Situationen auf Berra verlassen. Der Goalie der Colorado Avalanche parierte mehrfach stark. Beim Gegentreffer war er machtlos. WM-Neuling Martin Zatovic traf in der 51. Minute herrlich ins Lattenkreuz. Dem Ausgleich ging eine längere Druckphase der Tschechen voraus.

Im Penaltyschiesen avancierten Jakub Voracek und Michal Vondrak zu den Matchwinnern für Tschechien.

Die WM-Viertelfinals

Donnerstag, 15:15 Uhr (in Ostrava)USA - Schweiz
Donnerstag, 16:15 Uhr (in Prag)
Kanada - Weissrussland
Donnerstag, 19:15 Uhr (in Ostrava)Schweden - Russland
Donnerstag, 20:15 Uhr (in Prag)Finnland - Tschechien

Sendebezug: SRF zwei, 12.5.2015, 20:00 Uhr.

Ausfall von Jagr

Ausfall von Jagr

Tschechiens Superstar Jaromir Jagr bestritt nur zwei Einsätze. Er leidet an muskulären Problemen am Gesäss und wurde deshalb im Hinblick auf die Viertelfinals geschont.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Ein Coach, der klaren Signale: Löffler nominiert für Penalty heisst, ja, Löffler ist nachnominiert und gehört ungeachtet dessen voll zur Mannschaft und geniesst wie alle das volle Vertrauen vom Chef! Und ja: gute Besserung den Abgereisten! Und ja: Fiala war cool und wird noch cooler in den nächsten Jahren ;-)
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    1. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      Löffler? Noch nie gehört. Oder meinten sie eventuell Gabler? Oder doch eher Romain Loeffel?
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  • Kommentar von pean jassant, nuht
    Das ist in der Tat so, Herr Passant. Wen würden Sie denn gerne auf dem Center in der Nati sehen? Es ist nunmal leider so, dass die meisten guten Offensivcenter Ausländer sind und die Schweizer dann als Defensivcenter in den hinteren Linien spielen müssen, da die offensiven oft auf die Flügelposition gesetzt werden.
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    1. Antwort von jean passant, thun
      Ja eben, es gibt niemanden für diese Positionen, der in de Nati spielen könnte. Aber ohne durchschlagskräftige Offensivcenter ist heute nicht mehr viel zu holen, denn auch Distanzschüsse brauchen Verdrängung durch Center vor dem Tor. Ich habe leider auch nicht den Eindruck, dass im Nachwuchsbereich gute Leute nachstossen.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Da wird sehr viel unterschlagen. Die Defensive mag ja gut ausgesehen haben , genauso der Torhüter, die Offensive ist aber umso mehr zu kritisieren. Die Schweiz hat keinen einzigen gefährlichen Center. Sie kommen nie richtig in die gefährliche Zone, schiessen viel zu wenig präzis, man sieht auch keine Situationen in denen sie Torhüterabpraller annehmen, meistens sind sie irgendwo nur nicht vor dem Tor. Im Angriff hat die Schweiz nicht die Qualität einer A-Mannschaft.
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