Die Heim-Weltmeisterschaft für die Schweiz rückt immer näher. Während sich die Nati in der dritten Vorbereitungswoche befindet, laufen die Planungen im Hintergrund schon einige Jahre. Wenige Tage vor dem Start gibt es aber noch einiges zu tun.
OK-Präsident Christian Hofstetter ist natürlich auch in der heissen Phase gefordert. Aus der Ruhe bringen lässt sich der ehemalige Eishockey-Profi aber nicht. «Grossanlässe faszinieren mich und dann ist das Turnier noch in Zürich und Freiburg, wo ich meine ganze Karriere verbracht habe. Etwas besseres gibt's nicht.»
Kein Public Viewing aus dem Auto
Hofstetters Arbeit beinhaltet kleinere Dinge, wie die Beschaffung von genügend Pucks, bis hin zu grösseren Infrastruktur-Fragen in und um die Arenen. Da kommt es auch ab und an zu Problemen.
Bei der Fan-Zone in Zürich Altstetten werden beispielsweise die grossen Screens für das Public Viewing anders platziert werden, als es ursprünglich angedacht war. «Man hat gemerkt, dass man von der Strasse aus auf die Bildschirme sehen kann. Wir dürfen die Autofahrer aber natürlich nicht ablenken, deshalb mussten wir umdenken», erklärt der OK-Chef.
Wenn die Champions League dazwischenfunkt
Auch die Fussballer haben den WM-Organisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als der Spielplan für das Turnier schon lange stand, gab die Uefa bekannt, dass der Champions-League-Final in diesem Jahr nicht um 21:00 Uhr, sondern bereits um 18:00 Uhr ausgetragen wird. Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt wäre eigentlich der zweite WM-Halbfinal angesetzt gewesen.
Um Überschneidungen zu vermeiden, wurden deshalb die WM-Halbfinals neu angesetzt. Eine Partie findet am Nachmittag, die andere ab 20:00 Uhr statt. Das Umplanen bedeutete auch, dass alle Spielpläne nochmals neu gedruckt werden mussten.
Ein Stadion bereit, eines nicht
Auch die Stadien in Zürich und Freiburg müssen WM-bereit gemacht werden. Weil die ZSC Lions bereits aus den Playoffs ausgeschieden sind, laufen die Vorbereitungen in Zürich schon auf Hochtouren. Das Eis wurde von Sponsoren befreit, die Kabinen werden für die Teams zurechtgemacht. Die Nati wird übrigens in der Heim-Kabine der Lions ihr Lager aufschlagen.
In Freiburg hingegen wird immer noch National-League-Eishockey gespielt. Deshalb ist der Zeitplan enger. Geht der Final bis in ein entscheidendes 7. Spiel, kann wegen einem Public Viewing in der Arena erst am 1. Mai mit dem Umbau gestartet werden. Ein enger Zeitplan – doch aus der Ruhe bringen lässt sich Hofstetter nicht. «Dafür braucht es schon sehr viel», sagt der 58-Jährige lachend.