Wer nach der bitteren Final-Niederlage gegen Finnland auf Spurensuche geht, landet schnell bei der Schweizer Torflaute. Wie schon 2024 und 2025 blieb die Nati auch im Final in Zürich ohne eigenen Torerfolg. Der letzte Treffer in einem WM-Final gelang Timo Meier 2018 in Kopenhagen gegen Schweden. Seither wartet die Nati in einem Final seit 249 Minuten und 31 Sekunden (!) auf ein Tor.
Mehr als vier komplette Spiele ohne Tor, das hinterlässt auch bei den Stürmern Fragezeichen. «Wir waren jetzt ein paar Mal im Final – und haben keine Wege gefunden, um Tore zu schiessen. Es ist bitter. Jeder einzelne Spieler wollte sicher das Tor schiessen. Der Wille war da, wir haben alles versucht. Vielleicht hat die Coolness gefehlt, es ist schwierig, das jetzt zu analysieren», so Nino Niederreiter.
48 Tore in 9 Spielen
Dass die Nati gegen Finnland offensiv harmlos blieb, kam insbesondere mit Blick auf den vorherigen Turnierverlauf überraschend. Mit 39 Toren in 7 Spielen war man durch die Gruppenphase gerauscht, auch Final-Gegner Finnland wurden im Kampf um den Gruppensieg 4 Tore eingeschenkt. Und in der K.o.-Phase (3:1 gegen Schweden, 6:0 gegen Norwegen) knüpfte die Nati nahtlos an die offensiven Leistungen an.
Im Final schien die Schweiz im Angriff gehemmt – einmal mehr.