Wie an der Heim-WM bisher üblich, überliess Nati-Trainer Jan Cadieux auch am Tag nach dem 4:1-Sieg gegen Grossbritannien die Wahl den Spielern, ob sie für das Eistraining erscheinen. Die Mehrheit des Teams gönnte sich eine Pause.
Positive Signale von Suter
Mit von der Partie waren neben den beiden Goalies Leonardo Genoni und Sandro Aeschlimann auch sechs Feldspieler: Lukas Frick, Dominik Egli, Janis Moser, Denis Malgin, Nicolas Baechler und Pius Suter.
Dass Letzterer am Freitag zurück auf dem Eis war und die Schuss-Pass-Übungen ohne sichtbare Einschränkungen mitmachen konnte, ist ein gutes Zeichen. Die letzten beiden Partien gegen Grossbritannien und Österreich verpasste Suter angeschlagen, nachdem er am Montag gegen Deutschland einen harten Check hatte einstecken müssen.
Kaum Verletzungssorgen
Bei Frick und Ken Jäger, welche im Spiel gegen die Briten mit unterschiedlichen Blessuren zwischenzeitlich für medizinische Abklärungen in der Kabine verschwanden, liegen keine grössere Verletzungen vor. Jäger hatte einen abgelenkten Schuss ins Gesicht kassiert, Frick einen wuchtigen Check hinnehmen müssen.
Somit kann Cadieux am Samstagnachmittag gegen Ungarn womöglich aus dem Vollen schöpfen. Allerdings wird der Trainerstaff vor allem bei Suter abwägen, ob ein Einsatz gegen den Underdog Sinn macht oder ob man nicht besser noch abwartet, um das Rückfall-Risiko zu minimieren.
Nächste Pflichtaufgabe
Mit oder ohne Suter: Die Schweizer steigen als haushohe Favoriten in die Partie gegen Ungarn. Es wird für die Nati das letzte Mal sein, dass die Rollen vor dem Spiel dermassen klar verteilt sind. Finnland im abschliessenden Gruppenspiel am Dienstag ist ein ganz anderes Kaliber.
Für ZSC-Spieler Malgin unterscheidet sich die Vorbereitung auf ein Spiel gegen einen «Kleinen» nicht von jener auf eine Top-Affiche. Es sei wichtig, dass man jeden Gegner ernst nehme und gründlich analysiere. Und was nimmt sich die Schweiz für den Samstag vor? «Wir dürfen nicht zu viel nachdenken und müssen unser Hockey spielen», so Malgin.