Die Schweizer Fans in der Fanzone neben der Arena in Zürich staunten nicht schlecht, als kurz vor der Partie zwischen der Schweiz und Grossbritannien plötzlich Kevin Fiala auf der Bühne beim Public Viewing auftauchte.
Der NHL-Stürmer der Los Angeles Kings war von Nati-Direktor Lars Weibel gemeinsam mit Andrea Glauser kurzfristig als Überraschungsgast angekündigt worden.
Am Mittwoch gebucht, am Donnerstag gelandet
In der zweiten Drittelspause gab Fiala im SRF-Interview Auskunft zu seinem Besuch in der Schweiz und den für ihn schwierigen letzten Wochen. Der Entscheid, in die Schweiz zu kommen, sei sehr spontan gefallen. «Wir haben gestern die Reise gebucht, sind noch am Mittwoch abgeflogen und am Donnerstag angekommen», so Fiala, der am linken Bein noch eine Stütze trägt.
Der 29-Jährige hatte sich an den Olympischen Spielen in Mailand im zweiten Gruppenspiel gegen Kanada schwer verletzt, als Tom Wilson ihm nach einem Zweikampf mit dem ganzen Gewicht auf das linke Bein fiel. Er mache in der Reha laufend Fortschritte, wenn auch nur langsam: «Man muss dem Körper Zeit geben. Es ist so, wie es ist. Aber es geht aufwärts», berichtet Fiala.
Finaler Entscheid «war hart»
Trotz der Schwere der Blessur hoffte der Ostschweizer lange auf ein Comeback an der Heim-WM, sehr lange: «Ehrlich gesagt glaubte ich auch vor einer Woche noch, dass es reichen könnte. Als dann der Entscheid fiel, dass ich nicht spielen kann, war das schon hart», gesteht Fiala. Sein Klub, die LA Kings, habe natürlich auch noch ein Wörtchen mitgeredet. «Schlussendlich sollte es nicht sein. Das fällt mir schwer, auch jetzt noch, aber ich muss das akzeptieren.»
Trotz allem ist Fiala froh, nun beim Team zu sein: «Jetzt bin ich halt als Fan da und versuche, gute Stimmung ins Team zu bringen.» Der Plan des WM-MVP von 2024 ist es, bis zum Ende des Turniers bei seinen Teamkollegen zu bleiben, ehe er zurück nach Nordamerika geht.