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Politische Unruhen Lettland wehrt sich gegen Eishockey-WM mit Weissrussland

Lettland will Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband IIHF über die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2021 aufnehmen.

In Lettland und Weissrussland steht nächstes Jahr eine WM auf dem Programm.
Legende: Der Hockey-Tempel von Riga In Lettland und Weissrussland steht nächstes Jahr eine WM auf dem Programm. Keystone

Vom 21. Mai bis 6. Juni soll nächstes Jahr die Hockey-WM in Lettland (Riga) und Weissrussland (Minsk) über die Bühne gehen. Vonseiten der Letten regt sich nun allerdings Widerstand: «Wir werden die IIHF dazu aufrufen, ein anderes Land anstelle von Weissrussland in Erwägung zu ziehen», sagte Regierungschef Krisjanis Karins.

Unruhen in Weissrussland

Der Grund: In Weissrussland kommt es wegen der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl seit Tagen zu grossen Protesten. Sie haben das Ziel, den autoritär regierenden Staatschef Alexander Lukaschenko aus dem Amt zu drängen, der sich zum sechsten Mal in Folge zum Wahlsieger hat erklären lassen. Die Polizei ging vor allem zu Beginn der Proteste brutal gegen die Demonstranten vor.

Was macht die IIHF?

Angesichts der gegenwärtigen Lage in Weissrussland sehe er nicht, wie sein Land die WM zusammen mit dem geplanten Co-Gastgeber durchführen könne, so Karins. IIHF-Präsident René Fasel hatte unlängst erklärt, dass es momentan keine Pläne gebe, die WM in ein anderes Land zu verlegen.

Video
Aus dem Archiv: Hockey-WM in der Schweiz fällt ins Wasser
Aus Sport-Clip vom 21.03.2020.
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9 Kommentare

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  • Kommentar von Domenic Dachs  (Frechdachs)
    Passion no borders heisst das Motto der WM Riga Minsk. Ich habe schon viele Eishockey WM besucht. Auch die 2014 in Minsk. Die Begeisterung und Gastfreunschaft war einmalig. Die Eishockey Fans aller Nationen sind Freunde. Sie kommen weil man zusammen eine gute Zeit hat. Provokationen und Agressionen gibt es untereinander nicht. Jetzt heisst es Brücken bauen. Nimmt man Belarus die WM weg, trifft das am härtesten das Weissrussische Volk. Dann lässt man sie im Stich. Passion no borders ers Recht.
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Würden die Sportverbände per se keine Grossanlässe an Diktaturen und menschenverachtende Regime vergeben, wäre dieses Problem inexistent.... ;-))
    1. Antwort von Michael Siegrist  (Siegi)
      Belarus ist kein menschenverachtendes Regime. Die Asylunterkünfte dort beispielsweise sind fast wie Hotels.
    2. Antwort von Pierre Schüpbach  (pschuep)
      @Siegi: eben, nur fast...
  • Kommentar von Peter Mueller  (Elbrus)
    Mit dieser Einstellung werden die wirtschaftlich schwachen Letten die WM an Russland oder Finnland verlieren. St. Petersburg kann problemlos 2 Stadien stellen WM taugliche versteht sich. In und um Moskau wären mindestens 4 grössere Hallen bereit.
    Es wäre komplett falsch den Weissrussen die WM wegzunehmen. Diese Verträge sind seit langer Zeit unterzeichnet und es würde grösste Probleme mit Klagen und Gegenklagen geben.