Überraschend kommt es nicht, da es aus vergangenen Weltmeisterschaften in ganz Europa bekannt ist. Extrem erfreulich ist es gleichwohl immer wieder: Die Fans aus Österreich tragen auch in Zürich einen grossen Teil zur tollen Stimmung im und ums Stadion bei. Sie sind laut, sie sind bunt und sie sind fröhlich.
Resultat ist zweitrangig
Besonders am ersten WM-Wochenende fanden viele Anhänger aus Österreich den Weg nach Zürich. Die einen mit dem Flugzeug oder Zug, andere bevorzugten die Reise mit einem Wohnmobil. Sie alle vereint aber eine Sache: Sie wollen nicht nur ihr Nationalteam unterstützen, sondern generell einfach eine gute Zeit haben. Das Resultat spielt dabei eher eine Nebenrolle. Oder sagen wir es so: Gewinnen die Österreicher, wird die Stimmung noch besser. Verlieren sie, wird sie kaum schlechter.
Wobei, letzteres Szenario ist heuer noch gar nicht eingetreten. Österreich gewann alle seine drei bisherigen Partien und steht genauso mit dem Punktemaximum da wie die Schweiz. Damit hat das Team des Schweizer Trainers Roger Bader sein grösstes Ziel an dieser WM frühestmöglich erreicht: den Klassenerhalt.
Dank des überraschenden 3:1-Erfolgs gegen Lettland am Dienstag kann Österreich gar vom zweiten Viertelfinal-Einzug in Serie an einer WM träumen.
Erfrischend ungezwungen ...
Die österreichischen Fans fielen bisher nicht nur mit ihren lautstarken Anfeuerungsrufen auf, viele von ihnen stechen auch durch ihr Outfit oder ihre Verkleidung aus der Menge heraus, so etwa mit einem Kilt oder als Doppeladler. Zudem sind sie sich nicht zu schade, auch im Stadioninneren aus der Reihe zu tanzen.
In ihrer Auftaktpartie gegen die Briten initiierte eine Fangruppe der ÖEHV-Auswahl eine Polonaise, der sich in der Folge immer mehr Zuschauerinnen und Zuschauer anschlossen – mitten im Spiel, versteht sich.
... und mit einer Prise Humor
Egal ob aus Kärnten, Salzburg oder der Steiermark: Die nach Zürich angereisten Fans aus Österreich machen richtig Laune. Und sie fühlen sich wohl in der Schweiz, das liege womöglich an den vielen Parallelen zu Österreich: «Das Leben hier ist einfach. Man kommt überall gut hin. Die Züge sind pünktlich. Bei uns ist das auch so. Im deutschsprachigen Raum ist das nur in Deutschland nicht so», witzelt einer der österreichischen Matchbesucher.