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Schweiz 2024 und 2025 im Final WM-Gold lag bereit, doch Pastrnak und Thompson legten Veto ein

Die Schweiz präsentierte sich an den letzten zwei Weltmeisterschaften sehr stark, die ultimative Krönung blieb aber aus.

Kevin Fiala, Sven Andrighetto und Timo Meier.
Legende: Mussten sich am Ende Trost spenden Die Schweizer Nati-Akteure Kevin Fiala, Sven Andrighetto und Timo Meier nach dem verlorenen WM-Final 2025 gegen die USA. Just Pictures/Andrea Branca

Die Messlatte für die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft liegt unmittelbar vor der Heim-WM in Zürich und Freiburg sehr hoch. Die Leistungen der Nati an den letzten Weltmeisterschaften, insbesondere den vergangenen zwei, waren dermassen gut, dass alles andere als der Gewinn einer Medaille vor eigenem Anhang eine Ernüchterung wäre.

Im Idealfall soll es natürlich Gold werden. Bereits viermal erreichte die Schweiz im laufenden Jahrhundert den Final, mit dem langersehnten ersten WM-Titel klappte es aber noch nicht.

Jahr Finalgegner Resultat
2013 Schweden 1:5
2018 Schweden 2:3 n.P.
2024 Tschechien 0:2
2025 USA 0:1 n.V.

In diesem Artikel blicken wir nochmals auf die letzten zwei WM-Turniere in Tschechien sowie in Dänemark und Schweden zurück. In beiden Fällen konnte die Schweiz auf ein ähnlich starkes Kader mit grosser NHL-Verstärkung zählen.

2024: Viertelfinal-Fluch besiegt, am Gastgeber gescheitert

  • Unter der Leitung von Trainer Patrick Fischer startet die Schweiz mit fünf Siegen am Stück in die Gruppenphase, Gastgeber Tschechien wird mit 2:1 nach Penaltyschiessen gebodigt. Einzig gegen Kanada setzt es für die Nati in der Vorrunde eine Niederlage ab (2:3). Die Schweiz schliesst die Gruppe hinter den «Ahornblättern» auf Rang 2 ab.
  • Für den Viertelfinal muss die Schweiz von Prag mit dem Zug ins gut 350 km entfernte Ostrava dislozieren. Dort wartet wie im Vorjahr Deutschland. Anders als 2024 wird die Nati ihrer Favoritenrolle aber gerecht, gewinnt mit 3:1 und übersteht erstmals seit 2018 wieder die Runde der letzten 8.

  • Im Halbfinal gelingt dem Fischer-Team das Husarenstück. Gegen Rekordweltmeister Kanada kassiert die Schweiz zwar kurz vor Ablauf der regulären 60 Minuten den 2:2-Ausgleich. Im Penaltyschiessen behält die Nati aber doch noch das bessere Ende für sich und zieht in den Final ein.

  • Das Endspiel gegen Tschechien verläuft über weite Strecken ausgeglichen und eher unspektakulär. Beide Mannschaften meiden das ganz grosse Risiko. Am Ende ist es die Schweiz, die für ebendiese Passivität bestraft wird. Superstar David Pastrnak erzielt in der 50. Minute das siegbringende 1:0 für den Gastgeber. Sekunden vor Schluss besiegelt ein Empty-Netter die Schweizer Final-Niederlage.

2025: Durchmarsch wird jäh gebremst

  • Gleich im WM-Eröffnungsspiel erhält die Schweiz die Chance auf die Revanche gegen Tschechien. Nach einem offenen Schlagabtausch behält der Titelverteidiger in Herning aber mit 5:4 n.V. das bessere Ende für sich. Aus den restlichen sechs Gruppenspielen holt die Nati auf äusserst überzeugende Art und Weise das Punktemaximum.
  • Zum Start der K.o.-Phase lässt die Schweiz ihrem Nachbarn Österreich nicht den Hauch einer Chance und gewinnt gleich mit 6:0.

  • Ähnlich dominant tritt die Nati im Halbfinal gegen Underdog Dänemark auf, das im Viertelfinal eine der grössten Sensationen der WM-Geschichte schaffte und Kanada ausschaltete. Die Schweiz deklassiert den Co-Gastgeber in Stockholm mit 7:0.

  • Im Final fällt die Nati in alte Muster zurück und bringt nicht die gleiche Energie auf das Eis wie zuvor im Turnier. Gegen die defensiv stabilen USA erspielt sich die Schweiz kaum Torchancen. Weil auch Leonardo Genoni seinen Kasten sauber hält, kommt's zur Verlängerung. In dieser trifft Tage Thompson mit einem satten Schuss mitten ins Schweizer Eishockey-Herz.

WM 2026

SRF zwei, «Sportpanorama», 10.5.2026, 18:00 Uhr ; 

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