«Time to Shine», so lautet das offizielle Motto der Eishockey-WM in der Schweiz. Die Nati-Akteure können es kaum erwarten, am Freitag vor eigenem Anhang zu «glänzen».
Das wird auch nötig sein, um mit einem guten Gefühl in das Heim-Turnier zu starten, denn im Auftaktspiel wartet mit den USA kein geringerer Gegner als der amtierende Weltmeister und Olympiasieger. «Es wird ein super Spiel geben», verspricht Captain Roman Josi.
Nur Berra fehlt im Abschlusstraining
Trainer Jan Cadieux kann für die Reprise des letztjährigen WM-Finals in Stockholm mit einer Ausnahme aus dem Vollen schöpfen. Reto Berra fehlte auch am Donnerstag im Abschlusstraining krankheitsbedingt und dürfte am Freitag auf dem Matchblatt nicht erscheinen. Bei der Nati geht man aber davon aus, dass der Freiburger Meistergoalie im Verlauf des Turniers zurückkommt.
Temporär trainiert Kevin Pasche mit dem Team mit, damit weiterhin drei Goalies für die Übungseinheiten verfügbar sind. Pasche gehört zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht zum WM-Kader. Weiter offen ist, ob Philipp Kurashev noch zum Team stösst. Diesbezüglich soll noch am Donnerstag eine Entscheidung gefällt werden.
Rochette mit Hischier und Meier
Nach den Trainings am Mittwoch und Donnerstag ist klar, mit welcher Aufstellung Cadieux in die WM starten möchte. Gespannt durfte man insbesondere sein, wen der Naticoach an der Seite der beiden Devils-Angreifer Nico Hischier und Timo Meier laufen lässt. Die Wahl Cadieux' fiel auf WM-Debütant Théo Rochette.
In der Verteidigung deuten die Zeichen auf ein Duo Roman Josi/Dominik Egli. Janis Moser, neben Josi der zweite Schweizer NHL-Verteidiger, dürfte mit Tim Berni ein Duo bilden. Im Tor wird Leonardo Genoni stehen.
Wegweisend? Gut möglich
Mit den USA wartet der womöglich stärkste Gruppengegner für die Schweiz gleich im ersten Spiel. Nach den ganzen Turbulenzen rund um die Causa Fischer wäre ein Auftaktsieg gegen den Titelverteidiger ein klares Statement – und er würde als Katalysator wirken für die ohnehin schon grosse Euphorie der Eishockey-Schweiz vor der Heim-WM.
Die Vorfreude bei den Spielern ist riesig, der erste Puckeinwurf kann nicht schnell genug kommen. Auch, weil die Schweiz gegen die USA auf Revanche sinnt. Vor einem Jahr verlor die Nati den WM-Final mit 0:1. «Diese Erinnerung ist sicher noch präsent. Wir haben noch eine Rechnung offen. Es ist ein sehr cooler Start ins Turnier», meint Sven Andrighetto.
Trainer Cadieux erwartet eine qualitativ hochstehende US-Auswahl, die mit viel Zug nach vorne agiert. Verstecken muss sich die Nati aber keineswegs: «Der Schlüssel wird sein, dass wir unsere Intensität auf das Eis bringen», glaubt der Coach und hofft natürlich auch auf den Heimvorteil: «Wir müssen alles unternehmen, um die Energie vom Publikum abzuholen.»