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WM: Erfreuliches Zwischenfazit 2 Spiele, 6 Punkte und Luft nach oben = sehr gute Kombination

Die Schweiz geht mit dem Punktemaximum in den ersten spielfreien WM-Tag. Die Voraussetzungen für den weiteren Turnierverlauf sind vielversprechend.

Das Schweizer Team schwört sich vor dem Spiel ein.
Legende: Läuft optimal bisher für das Schweizer Nationalteam. Keystone/Claudio Thoma

Eigentlich gibt es am Schweizer WM-Start wenig bis nichts auszusetzen. Die Nati hat aus ihren ersten beiden Partien die maximale Anzahl Punkte einkassiert. Und sie hat sowohl gegen Titelverteidiger und Olympiasieger USA als auch gegen Lettland über weite Strecken eine gute bis sehr gute Leistung gezeigt.

Die ersten beiden WM-Auftritte der Nati

Ein Marathon, kein Sprint

Es zeigt aber einmal mehr, wie hoch inzwischen die Ansprüche sind – intern von der Mannschaft wie auch extern von Fans und Medien –, dass trotz allem das Haar in der Suppe gesucht wird. Zusammenfassend kann man sagen: Vieles war gut, aber nicht alles. Und das wiederum ist eine vielversprechende Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf.

Eine gute Turniermannschaft zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie gleich in den ersten Spielen ihr gesamtes Leistungspotenzial ausschöpft. Die US-Amerikaner waren im vergangenen Jahr das beste Beispiel dafür. Am Anfang noch eher pomadig unterwegs, steigerte sich das US-Team kontinuierlich und war dann am stärksten, als es um die Wurst – oder eben die Medaillen – ging.

Drei Bereiche mit Steigerungspotenzial

Pomadigkeit war in den ersten beiden Schweizer Auftritten an der Heim-WM definitiv keine auszumachen. Und doch gibt es noch Luft nach oben:

  • Chancenverwertung: Es ist ein gutes Zeichen, dass sich die Nati zahlreiche Tormöglichkeiten herausspielt, darunter auch viele «high-danger chances», also Chancen mit hoher Torgefahr. Was bisher nicht stimmt, ist die Effizienz. Noch hat sich die mangelnde Chancenverwertung nicht gerächt. Gerade im Hinblick auf die K.o.-Phase ist es elementar, dass die Schweiz sich in diesem Bereich verbessert.
  • Präsenz vor gegnerischem Tor: Das spielt mit Sicherheit in den ersten Punkt mit rein. Die Schweiz verbrachte vor allem gegen Lettland sehr viel Zeit in der offensiven Zone, häufig jedoch nicht dort, wo es für den Gegner unkontrollierbar wird, im Slot. «Wir brauchen mehr Zug aufs Tor», resümierte Dean Kukan das «Problem» am Samstag.

  • Mehr Sorgfalt in der Mittelzone: Eine der Stärken der Nati ist der kontrollierte Spielaufbau aus dem eigenen Drittel. Das nützt aber nur wenig, wenn dann die Pässe in der neutralen Zone unpräzise sind. Solche Ungenauigkeiten brachten die Schweizer oft in brenzlige 1-gegen-2- oder 2-gegen-3-Situationen.

Am Sonntag steht Erholung im Zentrum

Die Nati hat nun bis zum Duell mit Deutschland am Montagabend Zeit, das bisher Gezeigte gründlich zu analysieren und an der Feinjustierung zu arbeiten. Mit dem Punktemaximum im Gepäck lässt sich dies sicherlich etwas entspannter angehen.

Im Fokus steht am Sonntag vor allem die Regeneration. Ein reguläres Training wird nicht stattfinden, einzig die bisher nicht eingesetzten Akteure sowie die Goalies werden am spielfreien Tag das Eis betreten.

Eishockey-WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 16.05.2026, 20:00 Uhr

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