Zum Inhalt springen
Inhalt

WM-Silber für die Nati Starke Schweizer verlieren Penalty-Krimi gegen Schweden

  • Die Schweizer verlieren den WM-Final gegen Schweden mit 2:3 nach Penaltyschiessen.
  • Der Titelverteidiger hatte gegen die Nati nie in Front gelegen.
  • Wie 2013 in Stockholm gibt es für die Schweiz in Kopenhagen Silber.

Die Schweizer waren nah dran, sehr nah sogar: Zweimal war das Team von Patrick Fischer gegen Schweden in Führung gegangen, doch am Ende setzten sich die Skandinavier im Penaltyschiessen durch.

Fiala verpasst das «Golden Goal»

Im Schlussdrittel und in der Verlängerung hatten sich die Schweizer dank starker Defensivarbeit, einem brillanten Leonardo Genoni und einem Aluminiumtreffer 2,9 Sekunden vor Ende der Overtime schadlos gehalten. Gut 4 Minuten vor Ende hatte Kevin Fiala eine grosse Chance zum Coup ausgelassen. Im Shootout waren dann die Schweden glücklicher.

Der überaus couragierte Auftritt der Nati hätte die Krönung in Form des ersten Weltmeistertitels in der Schweizer Hockey-Geschichte verdient gehabt. Denn die Fischer-Equipe war dank Nino Niederreiter (17.) und Timo Meier im Powerplay (24.) gegen die favorisierten Schweden zweimal in Führung gegangen.

Nati verwertet nur einen Penalty, Schweden zwei

Doch Gustav Nyquist 76 Sekunden nach dem Schweizer Führungstreffer sowie Mika Zibanejad in Überzahl (35.) glichen für die Skandinavier aus. Im Penaltyschiessen holten sie abermals einen Rückstand auf, nachdem Sven Andrighetto für die Schweiz den ersten Versuch verwertet hatte.

Oliver Ekman-Larsson und Filip Forsberg schafften die Wende; Nino Niederreiter verpasste als letzter Schütze den Ausgleich. Damit schafften die Schweden die Titelverteidigung mit 10 Siegen in ebensovielen Spielen. Für «Tre Kronor» ist es der 11. WM-Titel.

Legende: Video Hier erhält Schweden den Pokal abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus sportlive vom 20.05.2018.

Revanche für 2013 nicht geglückt

Fischers Equipe nimmt nach einem beeindruckenden Steigerungslauf WM-Silber aus Kopenhagen mit. Es ist die zweite Medaille in der Neuzeit, nachdem die Schweizer an der WM 2013 in Stockholm ebenfalls gegen Schweden im Final unterlegen waren.

Doch die Art und Weise der Niederlage sorgt keineswegs für ein Déjà-vu: Vor 5 Jahren war die Nati im Final beim 1:5 chancenlos gewesen. Nun nehmen die Schweizer die wichtige Erkenntnis mit, dass gegen die ganz Grossen nur das letzte Quäntchen Glück für den ganz grossen Coup fehlt.

Ernüchterung nach der Niederlage im Penaltyschiessen.
Legende: Enttäuschung bei den Schweizern Ernüchterung nach der Niederlage im Penaltyschiessen. Keystone

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 20.5.2018, 19:30 Uhr

79 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rinaldo Del-grande (Rinaldino)
    Man bedenke schweden hatte die vorgabe titelverteidigung alles andere wäre eine entäuschung gewesen . Also ziemlich unter druck. Die schweiz hatte die minimalvorgabe 1/4 final. Nach erreichen dieses konnten sie ohne druck aufspielen und wurden immer stärker und der favorit immer nervöser.Aber so eine leistung hätte wohl niemand erwartet.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Was ich ändern würde ist die Siegerehrung der ersten drei Plätze. Warum kann nicht am Schluss des Turniers, alle drei Mannschaften gleichzeitig mit einem Pokal geehrt werden ? So wird der Sieger über alle Massen hoch gejubelt und die nahezu gleich Guten Zweiten und Dritten gehen als Verlierer mit einer Umhangmedaille unbeachtet unter. Den ersten Drei gehört der gesamte Siegesglanz und nicht nur dem Ersten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christoph Wyss (Whitee)
    So ein krasses Spiel. Bin fast verzweifelt. Tolle Sache Jungs! Bis auf die Backhandpenaltys! Da wäre sicher mehr dringewesen. Ein vorhandschuss wäre weitaus platzierter gewesen. Siehe bei den schweden. Aber jänu. Guet gspielt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen