Wils neuer, alter Präsident zunehmend unter Druck

Der Countdown tickt gegen den FC Wil. Der Ostschweizer Challenge-League-Klub ist weiter vom Konkurs bedroht. Das «sportpanorama» hat in der Äbtestadt Bilder und Stimmen gesammelt.

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Der Challenge-Ligist FC Wil ist am Boden

5:51 min, aus sportpanorama vom 26.2.2017

Erst wandte sich der Ärger in der Ostschweiz gegen die türkischen Investoren, die sich urplötzlich und ohne weitere Informationen aus dem FC Wil zurückgezogen haben. Nun gerät auch der zurückgekehrte Präsident Roger Bigger unter Druck.

Vertrauen verloren

Wils Stadtpräsidentin Susanne Hartmann meint etwa: «Die Leute, die jetzt wieder am Ruder sind, sollen zunächst den Konkurs abwenden. Danach wäre ein gewisser Wechsel in der Führungsriege nicht schlecht. Das Vertrauen ist nicht mehr, wo es sein sollte.»

Kritisch äussert sich auch Simon Dudle, Journalist bei der Wiler Zeitung und entlassener Platzspeaker: «Roger Bigger glaubte, er nehme ein Ass auf. Das Blatt war aber nicht so gut, wie er geglaubt hat.»

«  Der FC Wil, der geht nicht unter, und wenn der ganze Sportplatz unter Wasser steht. »

Früherer Fansong
zitiert von Werner Lichtensteiger

Durchhalteparolen der Fans. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Durchhalteparolen der Fans. SRF

2015 hatte Bigger den Verkauf des FC Wil an die Investoren vollzogen. «Damals fanden Verwaltungsrat und Hauptaktionäre, dass es sich um eine nachhaltige Lösung handle», verteidigt sich der Präsident. Er schiebt aber selbstkritisch nach: «Wir lernten uns in den Verhandlungen kennen. Aber offenbar haben wir uns in diesen Personen getäuscht.»

Nun drängt die Zeit. Bis Dienstag müssen die ausstehenden Januar-Löhne der Spieler überwiesen sein, ansonsten droht zunächst ein Punkteabzug. Ob der Konkurs und damit der Zwangsabstieg abgewendet werden kann, ist nach wie vor offen.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 26.2.17, 18:15 Uhr